Komponist des Monats 10/2011: Franz Liszt
(ausgewählt von Peter van Dessel / Belgien)
Österreich 29.1.2011
Franz von Liszt wurde am 22. Oktober 1811 in Raiding, Ungarn, geboren.
Er wurde von seinem Vater und dem italienischen Komponisten Antonio Salieri im
Klavierspiel ausgebildet. Bereits Mitte der 1820er-Jahren wurde er in Paris als
Klaviervirtuose gefeiert. Nach dem Besuch eines Konzertes von Niccolò Paganini setze
er sich zum Ziel, das gleiche Niveau virtuoser Technik auch für das Klavier zu erreichen.
Zahlreiche Konzertreisen führten Liszt durch ganz Europa. Ab 1848 war er als
Hofkapellmeister des Großherzogs Sachsen-Weimar tätig. 1861 zog er nach Rom, wo er
Theologie studierte und die niederen Weihen empfing. Ab 1871 bereiste er regelmäßig
Weimar und Budapest, wo er dirigierte, unterrichtete, komponierte und die Arbeit
Richard Wagners unterstütze.
Neben seinem Ruf als Klaviervirtuose gilt Franz Liszt als einer der produktivsten
Komponisten des 19. Jahrhunderts. Er hat in vielen unterschiedlichen Stilen und
Gattungen komponiert und war ein Wegbereiter der "programmatischen Musik".
Mit seinen Hauptwerken wie der "Ungarischen Rhapsodie" oder der "Faust-Sinfonie" wird
er der "Neudeutschen Schule" zugerechnet.
Franz Liszt starb am 31. Juli 1886 während der Wagner-Festspiele in Bayreuth.
Im Oktober 2011 jährt sich sein Geburtstag zum 200. mal.
Das Video zeigt den ungarischen Pianisten Zoltán Kocsis mit dem "Csárdás Macabre"
von Franz Liszt.