Komponist des Monats 4/2014: Jean-Philippe Rameau
(ausgewählt von Peter van Dessel / Belgien)
Frankreich 9.7.1953
Das Video zeigt Rameaus Ballett-Oper "Pygmalion" (1784) mit Ed Lyon, Sophie Karthaeuser,
Emmanuelle de
Negri und Karolina Blixt sowie dem Orchester "Les Arts Florissants" unter
der Leitung von William Christie.
Der franzoesische Komponist und Musiktheoretiker Jean-Philippe Rameau wurde am 25.9.1683
in Dijon getauft. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er durch seinen Vater,
einen Organisten. Als junger Mann wirkte er in verschiedenen Staedten als Orchestergeiger
und Organist. 1722 ließ er sich in Paris nieder, wo bald darauf sein erstes theoretisches
Werk erschien. Er erwarb sich einen ausgezeichneten Ruf als Musiktheoretiker und begruendete
1726 die moderne Akkord- und Harmonielehre.
Um 1727 begegnete Rameau seinem Maezen, dem Generalsteuereinnehmer Koenig Ludwig XV.,
der Rameau und seine Familie in seinem Palast wohnen ließ. Zwoelf Jahre lang leitete Rameau
dessen Privatorchester. Nach mehreren Misserfolgen gelang es Rameau 1733, sein Operndrama
"Hippolyte et Aricie" aufzufuehren. Von Ludwig XV. wurde er daraufhin in den Adelsstand
erhoben und zum Kabinettskomponisten ernannt.
Neben seinen dramatischen Werken (Opern, Ballette, Kantaten) schuf Rameau auch
Instrumentalwerke, vor allem Kammermusik fuer Cembalo solo. Bekannt sind davon vor
allem die "Pièces de clavecin en concert" fuer Cembalo, Violine und Gambe.
Trotz seines Ansehens als grosser franzoesischer Musiker, geriet Rameaus lyrisches
Werk nach seinem Tod in Vergessenheit. Erst im 20. Jahrhundert fanden seine Werke wieder
den Weg auf die Buehne und gehoeren heute zum festen Repertoire der bekannten Barockensembles.
Jean-Philippe Rameau starb am 12. September 1764 in Paris.
2014 jaehrt sich sein Todestag zum 250. Mal.