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Oesterreich 13.11.1987
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Das Video zeigt Janet Baker mit der Arie "Che farò senza Euridice" aus Glucks Oper "Orfeo ed Euridice".
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Christoph Willibald Gluck wurde am 2. Juli 1714 in Erasbach bei Berching geboren.
Er erlernte mehrere Instrumente und hatte eine schoene Stimme. Als Jugendlicher verliess
er das Elternhaus und kam ueber Prag und Wien nach Mailand, wo er 1737 eine Stelle in
einem Orchester bekam. Er lernte den Betrieb der Oper kennen und wurde von Giovanni
Battista Sammartini zum Komponisten ausgebildet. Am 26. Dezember 1741 wurde in Mailand
seine erste Oper "Artaserse" uraufgefuehrt. In den folgenden Jahren schrieb er mehrere
Opern für die Buehnen in Mailand, Venedig und Crema. Es folgten einige Wanderjahre mit
einer Operntruppe. Belegt sind dabei Auftritte in London, Dresden, Kopenhagen und Wien,
wo er sich um 1750 niederliess. Nach der Auffuehrung der Oper "Antigono" in Rom wurde
Christoph Willibald Gluck 1756 von Papst Benedikt XIV. zum Ritter des Goldenen Sporns
erhoben.
In den folgenden Jahren wandte sich Gluck voellig von der italienischen opera
seria ab und bearbeitete stattdessen franzoesische opéra comique. Mit der Zeit kamen ihm
jedoch grundsaetzliche Bedenken ueber Inhalt und Form der Oper, denn beide Opernformen
hatten sich weit entfernt von dem, was die Oper eigentlich sein sollte. Gluck wollte die
Oper wieder zu ihrem Ursprung bringen, wo menschliche Dramen, Leidenschaft,
Schicksalsschlaege und Gefuehle im Vordergrund stehen, und wo Musik und Wort gleichwertig
waren. Seine Reformopern wurden zunächst in Wien aufgefuehrt. Spaeter verbreitete er
seine Vorstellungen auch in Paris, wo es nach der Auffuehrung von "Iphigénie en Aulide"
1774 zu einem ungeahnten Streit zwischen den Anhaengern von Gluck und den Anhaengern des
italienischen Opernmaestro Niccolò Piccinni kam. Zwischen 1774 und 1779 reiste Gluck als
beruehmter Komponist zwischen Wien und Paris hin und her. Danach lebte er weitgehend
zurueckgezogen in Wien.
Christoph Willibald Gluck war einer der bedeutendsten Opernkomponisten der zweiten
Haelfte des 18. Jahrhunderts und gilt als der erste international anerkannte Starkomponist.
Er hinterließ rund 50 Opern sowie mehrere Ballette und Instrumentalwerke. Mozart,
Beethoven, Wagner und Richard Strauss sahen in seiner Musik und Theorie den Beginn der
modernen Buehnenmusik.
Christoph Willibald Gluck starb am 15. November 1787 in Wien.
Im Juli 2014 feiert die Musikwelt seinen 300. Geburtstag.
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