Komponist des Monats 9/2014: Irving Berlin
(ausgewählt von Peter van Dessel / Belgien)
 
   Gambia 12.10.1998





Das Video zeigt einen der seltenen Fernsehauftritte von Irving Berlin. Er erklaert Dinah Shore und Tony Martin
wie sein "Spezialpiano" funktioniert und spielt darauf "Call Me Up Some Rainy Afternoon", eine seiner fruehen Kompositionen.
Der amerikanische Komponist Irving Berlin (eigentlich Israel Isidore Baline wurde am 29. April 1888 (nach dem gregorianischen Kalender am 11. Mai 1888) im russischen Kaiserreich geboren. Der genaue Geburtsort ist unbekannt. Infolge der antisemitischen Pogrome wanderten seine Eltern mit sieben Kindern 1891 in die Vereinigten Staaten aus. Mit 14 riss er von zu Hause aus und arbeitete als "Singing Waiter" in einem New Yorker Café und brachte sich selbst das Klavierspielen bei.
Mit dem Song "Alexander's Ragtime Band" gelangte er zu Weltruhm obwohl er weder Noten lesen noch richtig Klavier spielen konnte. Er komponierte seine Melodien, andere schrieben die Noten für ihn auf. Weil er sich beim Komponieren fast nur auf die schwarzen Tasten auf dem Klavier beschränkte, ließ er sich sein Klavier so umbauen, dass er mittels eines Kurbelrads in andere Tonarten transponieren konnte.
1920 eroeffnete er ein eigenes Theater und arbeitete auch für den Tonfilm. Die Marke aus Gambia zeigt Berlin als singenden Schauspieler im Film "This is the Army". Zwei besondere Erfolge gelangen ihm mit den Liedern "White Christmas", fuer das er 1943 einen Oscar bekam und "God Bless America", das zu einer inoffiziellen Hymne der USA wurde. Sein größter Erfolg war jedoch das 1946 komponierte Musical "Annie Get Your Gun". In seinem "Hauptberuf" als Songwriter schrieb Berlin mehr als 1000 Songs, darunter zahlreiche Hits wie "There's No Business Like Show Business", "Cheek to Cheek", "Puttin' on the Ritz" und "Blue Skies". Darueber hinaus ist er Autor zahlreicher Melodien, die bis heute als Jazzstandards gelten.

Irving Berlin starb am 22. September 1989 im Alter von 101 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts.
Im September 2014 jaehrt sich sein Todestag zum 25. Mal.

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