Monat: Oktober 2018

In memoriam: Montserrat Caballé



St. Kitts 16.7.2001




Am 6. Oktober 2018 starb die spanische Opernsängerin Montserrat Caballé im Alter von 85 Jahren. Nach dem Studium in Barcelona und Mailand und debütierte sie 1956 in Basel und war bis 1962 unter anderem in Saarbrücken und Bremen engagiert. 1965 begeisterte sie das Publikum in Vertretung für Marilyn Horne in der Carnegie Hall und debütierte noch im gleichen Jahr an der Metropolitan Opera in New York. Montserrat Caballé war häufig Gast bei Festspielen und trat zudem oft als Konzertsängerin auf.

 

Mali 1.6.1998

Schwerpunkte ihres Repertoires bildeten die Opern von Rossini, Donizetti und Bellini sowie Verdi und Puccini. Merkmale ihrer lyrischen Stimme waren sinnliche Schönheit und ein außerordentliches Piano. Montserrat Caballé galt als eine der bedeutendsten Sopranistinnen und mit über 4000 Aufritten als die letzte große Operndiva.
 

In memoriam: Charles Aznavour







Am 1. Oktober 2018 starb der armenisch-französische Chansonnier, Texter, Komponist und Filmschauspieler Charles Aznavour im Alter von 94 Jahren. Schon als Neunjähriger sang er im Restaurant seiner Eltern. 1946 wurde Edith Piaf auf ihn aufmerksam und nahm ihn mit auf eine Tournee. Mit seiner rauen Stimme hat sich Aznavour, der in mehreren Sprachen sang, ein Weltpublikum erobert. In seiner mehr als 70-jährigen Karriere hat er über 1300 Chansons komponiert, mehr als 180 Millionen Platten verkauft und in mehr als 60 Filmen mitgewirkt. Mit ihm starb einer der letzten großen Vertreter des klassischen Chansons.
 

Marke des Monats: Oktober 2018



San Marino 12.2.1999

Charles Gounod

Der französische Komponist Charles François Gounod wurde am 17. Juni 1818 in Paris geboren. Er starb am 18. Oktober 1893 in Saint-Cloud. Im Oktober 2018 jährt sich sein Todestag zum 125. Mal.
 
Gounod studierte zunächst privat einem böhmischen Komponisten und ab 1836 am Pariser Konservatorium unter anderem bei Jacques Fromental Halévy. 1839 erhielt er den Prix de Rome und reiste nach Italien, um die Musik der alten Meister kennenzulernen.

Nach seiner Rückkehr wurde er Kirchenkapellmeister, Chorleiter und Organist in Paris und komponierte zunächst einige geistliche Werke Werke, wandte sich aber ab 1848 verstärkt der Opernkomposition zu. Den Durchbruch als angesehener Komponist brachte ihm 1859 seine bekannteste Oper „Faust“. Die Oper, die in Deutschland oft unter dem Titel „Margarethe“ aufgeführt wird, gilt bis heute als sein Meisterwerk. Obwohl die meisten seiner zwölf Opern heute nicht mehr auf dem Spielplan stehen, gilt Charles Gounod als einer der angesehensten Vertreter der typisch französischen Opéra lyrique.
Aufgrund des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 lebte Gounod von 1870 bis 1874 in London, wo er den Gounod’s Choir gründete, aus dem später die Royal Choral Society hervorging. Im Alter wandte sich der tief religiöse Gounod erneut der Kirchenmusik zu und hinterließ zahlreiche Oratorien und Chorwerke. Sein „Ave Maria“ auf Basis des „Wohltemperierten Klaviers“ von Johann Sebastian Bach ist weltweit als eines der populärsten Stücke der klassischen Musik.
 

 
Das Video zeigt das Ballett der Semperoper mit dem „Faust-Walzer“ aus der Oper „Margarethe“ von Charles Gounod.