Am 9. September 1971 erschien das Album „Imagine“ von John Lennon (1940-1980).
Der Titelsong ist bis heute eines seiner bekanntesten Lieder. Der Song war damals ein Statement gegen den Vietnam-Krieg, für viele ist er jedoch zu einer Art ultimative Friedenshymne und eine Ode an den Idealismus geworden.
„Stell Dir vor, es gäbe nichts mehr, wofür es sich lohnte Krieg zu führen…“
Am 2. September 2021 starb der griechische Komponist, Schriftsteller und Politiker Mikis Theodorakis im Alter von 96 Jahren in Athen.
Mikis Theodorakis wurde am 29.7.1925 auf der Insel Chios geboren. Er studierte Musik in Athen und in Paris, unter anderem bei Olivier Messiaen. Während des Zweiten Weltkrieges war er in der Widerstandsbewegung politisch aktiv und wurde mehrfach inhaftiert. In den 1950er Jahren komponierte er vor allem Kammermusik, Ballettmusik, einige symphonische Werke und erste Filmmusiken. Weltweit bekannt wurde er 1964 durch seine Filmmusik zu „Alexis Sorbas“.
Von 1964 bis 1967 war Mikis Theodorakis Abgeordneter des griechischen Parlaments und wurde nach dem Militärputsch von 1967 erneut verhaftet. 1970 gelang ihm die Flucht ins Pariser Exil, von wo aus er zahlreiche Konzertreisen unternahm. Nach seiner Rückkehr nach Griechenland 1974 war er vor allem als Komponist und Dirigent tätig. Sein umfangreiches kompositorisches Schaffen umfasst mehr als 1000 Werke, darunter Sinfonien, Kantaten, Kirchenmusikwerke, Oratorien, Opern, Filmmusiken und zahlreiche Lieder.
Für seine Verdienste um die Musik erhielt er unter anderem den Sibelius-Preis (1963),die Goldmedaille für Filmmusik (London 1970) und den Socrates-Preis (Stockholm 1974). Für sein Engagement für Frieden und Völkerverständigung wurde Mikes Theodorakis 2005 mit dem IMC-UNESCO-Musikpreis.
Das Video zeigt die Anthony Quinn und Alan Bates in der berühmten Tanzszene aus dem Film „Alexis Sorbas“ von Michael Cacoyannis mit dem von Mikis Theodorakiskomponierten „Sirtaki“.
Am 24. August 2021 starb im Alter von 80 Jahren in London der britische Musiker Charles Robert „Charlie“ Watts.
Charlie Watts wurde am 2. Juni 1941 in Bloomsbury geboren. Als Zehnjähriger entdeckte er seine Leidenschaft für amerikanischen Jazz und baute sich aus einem alten Banjo seine erste Trommel. Er spielte in verschiedenen Jugendbands und wurde im Januar 1963 Mitglied der Rolling Stones. Wegen seines trockenen, direkten Schlagzeugstils galt er als das rhythmische Fundament der Band und wurde 1989 mit den Rolling Stones in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Seit den 1980er Jahren war er auch mit einer eigenen Big Band sowie mit einer kleineren Jazz-Formation auf Tour.
Die Zeitschrift „Rolling Stone“ listete Charlie Watts 2016 auf Rang zwölf der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.
Das Video zeigt Charlie Watts bei einem Live-Konzert der Rolling Stones.
Der deutsche Komponist Engelbert Humperdinck wurde am 1.9.1854 in Siegburg geboren. Er starb am 27. 9.1921 in Neustrelitz. Im September 2021 jährt sich sein Todestag zum 100. Mal.
Deutschland 9.9.2004
Engelbert Humperdinck erhielt schon sehr früh Klavierunterricht und begann mit 12 Jahren zu komponieren. Ab 1872 studierte er bei Ferdinand Hiller am Kölner Konservatorium. Der Mozart-Preis der Stadt Frankfurt (1876) ermöglichte ihm weitere Studien bei Franz Lachner und Josef Rheinberger in München. Auf einer Italienreise besuchte er Richard Wagner, der ihm anbot, bei der Uraufführung des „Parsifal“ mitzuarbeiten. Humperdinck nahm das Angebot an und arbeitete bis zu Wagners Tod 1833 eng mit ihm zusammen. Nach einer Anstellung als Kapellmeister in Köln und Lehraufträgen in Barcelona und Frankfurt gelang ihm 1893 mit der Oper „Hänsel und Gretel“ ein zunächst überraschender aber dauerhafter Erfolg, der es ihm ermöglichte, sich in der Folgezeit ganz dem Komponieren zu widmen.. Leider konnte jedoch keine seiner weiteren fünf Opern an den Erfolg von „Hänsel und Gretel“ anknüpfen. Im Dezember 1900 übersiedelte Humperdinck nach Berlin, wo er eine Meisterklasse für Komposition an der Musikhochschule übernahm und in enger Zusammenarbeit mit Max Reinhardt mehrere Schauspielmusiken für das Deutsche Theater komponierte.
Das Video zeigt die Schlussszene der Oper „Hänsel und Gretel“ mit Daniela Sindram (Hänsel), Ileana Tonca (Gretel) und dem Kinderchor der Opernschule der Wiener Staatsoper. Die Aufnahme stammt aus einer Direktübertragung des Fernsehsenders 3Sat aus dem Jahr 2016.