Marke des Monats: Februar 2026

Lily Pons

USA 10.9.1997
Die französisch-amerikanische Koloratur-
sopranistin Lily Pons (Alice Joséphine Pons) wurde am 12. April 1898 in Draguignan bei Cannes geboren. Sie starb vor 50 Jahren, am 13. Februar 1976 in Dallas, Texas.
Lily Pons studierte am Pariser Konservatorium zunächst Klavier und gewann im Alter von 15 Jahren den ersten Preis. Ermutigt von der Sopranistin Dyna Beumer begann sie 1925 ihr Gesangsstudium in Paris und New York. Ihr Operndebüt gab sie 1928 in Mulhouse in der Titelrolle von als Léo Delibes Oper „Lakmé“, die für ihre „Glöckchenarie“ bekannt ist.
Der italienische Tenor und Impresario Giovanni Zenatello entdeckte die Sängerin bei einem Opernauftritt in der französischen Provinz und schlug sie dem Generaldirektor der Metropolitan Opera in New York als Nachfolgerin der Koloratursopranistin Amelita Galli-Curci vor. Am 3. Januar 1931 gab Lily Pons an der Met ihr unangekündigtes, aber sehr erfolgreiches Debüt als Lucia in Donizettis „Lucia di Lammermoor“. Lily Pons blieb der Metropolitan Opera von 1931 bis 1960 verbunden.
In dieser Zeit trat sie dort fast 300-mal in 10 verschiedenen Rollen auf, vor allem als Lucia und Lakmé, als Gilda in Verdis „Rigoletto“ und als Rosina in Rossinis „Barbier von Sevilla“. Daneben hatte sie Auftritte als Gastkünstlerin an vielen großen Opernhäusern, trat bis 1973 auch als Konzertsängerin auf und machte zahlreiche Schallplattenaufnahmen. Seit den 1950er Jahren war sie ein gern gesehener Gast in Radio- und Fernseh-Shows, wo sie neben dem klassischen Repertoire auch populäre Musik präsentierte.

St. Vincent 5.11.1997


Das Video zeigt Lily Pons bei einem Konzertauftritt 1947 in der Carnegie Hall
mit der „Glöckchenarie“ aus der Oper „Lakmé“ von Léo Delibes.