Kategorie: Briefmarken

Marke des Monats: Februar 2019



Nicaragua 22.1.1975
Giovanni Martinelli

Der italienische Tenor Giovanni Martinelli wurde am 22. Oktober 1885 in Montagnana geboren, er starb am 2. Februar 1969 in New York. Im Februar 2019 jährt sich sein Todestag zum 50. Mal.
 
Martinelli lernte als Kind Klarinette, sang im Kirchenchor und diente später in einem Militärorchester. Der Orchesterleiter entdeckte seine Singstimme und veranlasste ein Gesangsstudium bei Giuseppe Mandolini. Am 2. Dezember 1910 gab Martinelli sein Debüt als Solist
in Rossinis „Stabat mater“ und wenige Wochen darauf in Verdis „Ernani“ am Teatro Dal Verme in Mailand. Arturo Toscanini und Giacomo Puccini besetzten ihn daraufhin als Dick Johnson für die europäische Premiere der Oper „La fanciulla del West“. Seine mehr als 50 Jahre dauernde Karriere führte Giovanni Martinelli unter anderem an die Opernhäuser von Neapel, Monte Carlo, London, Budapest und an die Mailänder Scala. Mehr als 30 Jahre wirkte er an der Metropolitan Opera in New York, wo er als Nachfolger von Enrico Caruso engagiert wurde und insgesamt mehr als 650 Auftritte verzeichnete. In Erinnerung blieb er besonders wegen seiner lyrisch-dramatischen Tenorrollen.
 

 
Das Video zeigt Giovanni Martinelli mit der Arie „Celeste Aida“. Die Aufnahme entstand 1929 auf der Bühne von „Hammerstein’s Opera House“ in Manhatten.

Marke des Monats: Januar 2019



Polen 28.5.2009

Grażyna Bacewicz

Die polnische Komponistin Grażyna Bacewicz wurde am 5. Februar 1909 in Łódź geboren. Sie starb am 17. Januar 1969 in Warschau. Im Januar 2019 jährt sich ihr Todestag zum 50. Mal.
 
Den ersten Musikunterricht in den Fächern Klavier, Violine und Komposition erhielt Grażyna Bacewicz von ihrem Vater. Ab 1928 studierte sie in Warschau Philosophie, Komposition, Violine und Klavier und setzte diese Studien Anfang der 1930er Jahre bei Nadia Boulanger und Carl Flesch in Paris fort. Nach dem Studium gab sie Konzerte in ganz Europa, unterrichtete am Konservatorium in Łódź und war 1936-1938 Konzertmeisterin im Orchester des Polnischen Rundfunks. Ab 1953 widmete sie sich der Komposition und unterrichtete an den Konservatorien in Łódź und in Warschau.
1935 hatte Grażyna Bacewicz selbst am Internationalen Wieniawski-Wettbewerb in Warschau teilgenommen, später war sie Jurorin bei zahlreichen internationalen Violinwettbewerben. Grażyna Bacewicz gilt als eine der bedeutendsten Vertreterinnen der modernen polnischen Musik. Ihr kompositorisches Werk umfasst unter anderem eine Funkoper, drei Ballette, sechs Sinfonien, mehrere Orchesterwerke und Instrumentalkonzerte, Kammermusikwerke und Lieder.
 

 
Das Video zeigt Grażyna Bacewicz mit dem von ihr komponierten polnischen Tanz „Oberek“. Am Klavier wird sie begleitet von ihrem Bruder Kiejstut Bacewicz.

200 Jahre „Stille Nacht, Heilige Nacht“

Vor 200 Jahren, am 24. Dezember 1818, wurde das Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht“ in Oberndorf bei Salzburg zum ersten Mal gesungen. Heute ist es wohl da weltweit bekannteste Weihnachtslied. der text wurde in mehr als 50 Sprachen übersetzt und seit 2011 steht „Stille Nacht, Heilige Nacht“ auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Kein Wunder also, dass zahlreiche Länder diesem Lied und seinen Schöpfern auch philatelistisch ein Denkmal gesetzt haben.
 


            
Bahamas 2018













Marke des Monats: Dezember 2018



Deutschland 14.4.1988

Jim Morrison

Der US-amerikanische Sänger und Songwriter James Douglas „Jim“ Morrison wurde am 8. Dezember 1943 in Melbourne, Florida geboren. Er starb im Alter von 27 Jahren am 3. Juli 1971 in Paris an Herzversagen – die genauen Todesumstände wurden nicht aufgeklärt. Im Dezember 2018 wäre Jim Morrison 75 Jahre alt geworden.
 
Jim Morrison zählt zu den charismatischsten Persönlichkeiten der Rockmusik der späten 1960er Jahre und war eine der zentralen Symbolfiguren der Hippie-Kultur. Gemeinsam mit der Rockgruppe „The Doors“,
deren Frontman er war, erweiterte Morrison das Repertoire der Rockmusik um mehrschichtige Konzeptstücke und Formen des Rocktheaters. Er schrieb mehr als hundert Lieder mit einer großen Bandbreite musikalischer Stile: Blues, Rocksongs, Psychedelic Rock, Hard Rock, Balladen, Seemannslieder und A-cappella-Gesang. Musikalisch zitierte er dabei auch klassische Werke u.a. von Kurt Weill und Johann Sebastian Bach.
Obwohl Jim Morrison vor allem durch seine Songs bekannt wurde, darf man sein künstlerisches Gesamtwerk nicht auf die Musik beschränken. Er hinterließ über 1600 Manuskriptseiten, darunter Gedichte, Anekdoten, Essays, Erzählungen, Songtexte, szenische Texte und Drehbuchentwürfe.
 

 
Das Video ist eine Collage aus alten und neuen Aufnahmen: Die ehemaligen Bandmitglieder der Doors spielen den letzten mit Jim Morrison aufgenommenen Titel „Riders on the Storm“, synchronisiert mit der Songstimme von Jim Morrison.

Marke des Monats: November 2018


Salvatore Adamo

Der belgische Liedermacher, Chanson- und Schlagersänger Salvatore Adamo wurde am 1. November 1943 in Comiso auf Sizilien geboren. 2018 feiert er seinen 75. Geburtstag.
 
Adamo kam als Vierjähriger mit einer Gastarbeiterfamilie nach Belgien. Er sang im Kirchenchor und lernte Gitarre spielen. 1962 gewann er einen Musikwettbewerb in Frankreich und veröffentlichte in Belgien seine erste Schallplatte. Schon bald gehörte er auch in Frankreich und Deutschland zu den bekanntesten Schlagersängern.


Belgien 8.11.2008
Mehr als 30 seiner selbst geschriebenen Songs konnten sich in den 60er und 70er Jahren in den Hitparaden platzieren. Zahlreiche Tourneen führten ihn durch ganz Europa, Kanada und nach Südamerika. Seine Lieder sang er dabei in neun verschiedenen Sprachen. Im Laufe seiner mehr als 50-jährigen Bühnenkarriere machte sich Adamo nicht nur als Schlagerstar einen Namen, sondern schrieb auch zahlreiche ernste Chansons die er oft gemeinsam mit anderen bekannten Sängern zu Gehör brachte.

 
 
 
Das Video zeigt Salvatore Adamo im Duett mit der belgischen Sängerin Maurane (1960-2018). Das Chanson „Inch‘ Allah“ aus dem Jahr 1967 hat bis heute leider noch nichts von seiner Aktualität eingebüßt.
 
 
 
 
Inch‘ Allah – So Gott will
Ich sah die Schätze des Orient,
mit dem Mond im Banner
und wollte der Welt in einem Lied
von seinem Glanz singen.

Aber als ich Jerusalem sah,
wie eine rote Rose im Sand,
hörte ich ein leises Requiem,
als ich sie in der Hand hielt.
 
Eine Kapelle, ich versuchte ein Gebet,
doch da begann der Alptraum.
Sogar die Vögel fliegen auf vor Angst,
wenn sie die Gewehre hören.
 
Ich spürte den Hass, hörte die
Schreie auf beiden Seiten der Straße.
Herr der Liebe, hier wurdest Du
geboren, wegen Dir bin ich gekommen.
 
Inch‘ Allah! So Gott will! Inch‘ Allah!

Der Olivenbaum schreit in die
Finsternis; Geliebte, Freunde,
sie liegen unter Trümmern begraben,
gefangen im Feindesland.
 
Von einem Stacheldraht aus
beobachtet ein Schmetterling eine
Rose: „Die Menschen sind verrückt,
Sie töten mich, wenn hinüberfliege“.
 
Ihr Kinder von Ismaël und Israël
Warum versucht Ihr nicht einige
Schritte gemeinam, bevor Euer Land
zur Hölle wird ?
 
Inch‘ Allah! So Gott will! Inch‘ Allah!

Ist unser Leben eine Kreuzigung ?
Müssen wir all die Jahre leiden ?
Während wir für die Erlösung kämpfen
wird Blut mit Tränen weggewaschen.
 
Oh ja, ich sah Jerusalem
wie eine rote Rose im Sand.
Und ich höre dieses Requiem
Jedesmal wenn ich sie halte.
 
Ein Requiem für 6 Millionen Seelen
von Menschen in namenlosen Gräbern.
Im Himmel, ist Platz für sie alle! Blut
ist genug geflossen, Salam! Shalom!
 
Inch‘ Allah! So Gott will! Inch‘ Allah!

Marke des Monats: Oktober 2018



San Marino 12.2.1999

Charles Gounod

Der französische Komponist Charles François Gounod wurde am 17. Juni 1818 in Paris geboren. Er starb am 18. Oktober 1893 in Saint-Cloud. Im Oktober 2018 jährt sich sein Todestag zum 125. Mal.
 
Gounod studierte zunächst privat einem böhmischen Komponisten und ab 1836 am Pariser Konservatorium unter anderem bei Jacques Fromental Halévy. 1839 erhielt er den Prix de Rome und reiste nach Italien, um die Musik der alten Meister kennenzulernen.

Nach seiner Rückkehr wurde er Kirchenkapellmeister, Chorleiter und Organist in Paris und komponierte zunächst einige geistliche Werke Werke, wandte sich aber ab 1848 verstärkt der Opernkomposition zu. Den Durchbruch als angesehener Komponist brachte ihm 1859 seine bekannteste Oper „Faust“. Die Oper, die in Deutschland oft unter dem Titel „Margarethe“ aufgeführt wird, gilt bis heute als sein Meisterwerk. Obwohl die meisten seiner zwölf Opern heute nicht mehr auf dem Spielplan stehen, gilt Charles Gounod als einer der angesehensten Vertreter der typisch französischen Opéra lyrique.
Aufgrund des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 lebte Gounod von 1870 bis 1874 in London, wo er den Gounod’s Choir gründete, aus dem später die Royal Choral Society hervorging. Im Alter wandte sich der tief religiöse Gounod erneut der Kirchenmusik zu und hinterließ zahlreiche Oratorien und Chorwerke. Sein „Ave Maria“ auf Basis des „Wohltemperierten Klaviers“ von Johann Sebastian Bach ist weltweit als eines der populärsten Stücke der klassischen Musik.
 

 
Das Video zeigt das Ballett der Semperoper mit dem „Faust-Walzer“ aus der Oper „Margarethe“ von Charles Gounod.

Marke des Monats: September 2018



Spanien 6.10.2000

Julio Iglesias

Der spanische Sänger Julio Iglesias de la Cueva wurde am 23. September 1943 in Madrid geboren. Im September 2018 feiert er seinen 75. Geburtstag.
 
Während eines Sprachaufenthaltes in Cambridge schrieb Julio Iglesias 1968 seinen ersten Song „La vida sigue igual“ mit dem er 1969 das Song Festival in Benidorm gewann und den Grundstein zu seiner Karriere legte. 1970 vertrat er sein Land beim Grand Prix de la Chanson de l’Eurovision und wurde Vierter. Mit mehreren erfolgreichen Alben gilt er seit den 1970er Jahren als „Vater des Latin-Pop“.
Julio Iglesias singt in 14 Sprachen.

Bevor er sich 2011 weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückzog gab er im Laufe von 40 Jahren fast 5000 Konzerte und gilt mit über 300 Millionen verkauften Tonträgern sowie ca. 390 Gold- und Platin-Schallplatten weltweit als einer der erfolgreichsten Einzelinterpreten.
 

Yehudi-Menuhin-Trophy 2018 – Schönste Musikbriefmarke 2017

Der Gewinner: Greg Breeding / USA

   

Schönste Musikbriefmarke 2017 ist die amerikanische Ausgabe anlässlich der 200-Jahrfeier des Bundesstaates Mississippi (USA 31.3.2017). Die Briefmarke basiert auf einem Foto von Lou Bopp aus dem Jahr 2009 und zeigt Hände und Gitarre des Bluesmusikers Jimmy „Duck“ Holmes. Die Gestaltung der Marke ist eine Arbeit von Greg Breeding, der dafür mit der Yehudi-Menuhin-Trophy 2018 ausgezeichnet wird.
Greg Breeding studierte Design und Typographie an der Virginia Commonwealth University, die er mit einem „Bachelor’s degree in fine arts“ abschloss. Seine Karriere begann er als Designer für mehrere gemeinnützige Organisationen. 1992 war er Mitbegründer der Design-Agentur Journey Group, bei der er zurzeit als „Creative Director“ arbeitet. Neben seiner Arbeit als De-signer gibt er Design-Kurse für gemeinnützige Organisationen. Für seine Arbeiten hat Greg Bree-
ding bereits mehrere Preise gewonnen. Die erste Briefmarke für den U.S. Postal Service gestaltete er 2012.
 



Den zweiten Platz belegt die ungarische Briefmarke zum 450. Geburtstag von Claudio Monteverdi (Ungarn 6.3.2017), die von István Orosz gestaltet wurde.




Den dritten Platz belegt die französische Briefmarke zum „Fest der Briefmarke“ mit einer Darstellung des Gemäldes „L‘ Étoile“ (Der Star) von Edgar Degas. Der von Marion Favreau gestaltete Block erschien am 11.3.2017.

Hier finden Sie die Kandidaten für die schönste Musikbriefmarke 2017

In memoriam: Aretha Franklin – The Queen of Soul



Guinea 10.5.2010





Am 16. August 2018 starb die amerikanische Soul-Sängerin, Songwriterin und Pianistin Aretha Louise Franklin im Alter von 76 Jahren. Das musikalische Spektrum der „Queen of Soul“ reichte von Rhythm & Blues, Gospel und Jazz bis hin zu Pop und Dance ein. Im Laufe ihrer mehr als 60 Jahre dauernden Karriere wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihr Nummer-eins-Hit „Respect“ aus dem Jahr 1965 wurde zur Hymne der afroamerikanischen Befreiungs- und der Frauenbewegung. Aretha Franklin wurde 1987 als erste Frau in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, 2010 von der Musikzeitschrift „Rolling Stone“ zur besten Sängerin aller Zeiten gekürt und gehört zu den Interpreten mit den meisten verkauften Tonträgern weltweit.
 

Mosambik 28.2.2012


Tansania 1.12.1995


Grenada/Grenadinen 19.11.1992

Marke des Monats: August 2018


Leonard Bernstein

Der amerikanische Dirigent, Komponist und Pianist Leonard Bernstein wurde am 25. August 1918 in Lawrence im US-Bundesstaat Massachusetts geboren. Er starb am 14. Oktober 1990 in New York. Im August 2018 jährt sich sein Geburtstag zum 100. Mal.
Bernstein begann im Alter von 10 Jahren Klavier zu spielen. Er studierte Klavier und Komposition an der Harvard-Universität und wurde 1943 über Nacht berühmt, als er kurzfristig für den erkrankten Bruno Walter die Leitung eines Rundfunkkonzertes mit den New York Philharmonikern übernahm.
Bernstein gilt als einer der größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts und leitete


Österreich 6.7.2018
im Laufe seiner Karriere unter anderem das New York City Center Orchestra, das New York Philharmonic Orchestra, die Wiener Philharmoniker und das Israel Philharmonic Orchestra. Als Gastdirigent arbeitete er mit zahlreichen Orchestern und an allen großen Opernhäusern der Welt.
Als Komponist schuf Bernstein neben dem berühmten Musical „West Side Story“ mehrere Orchesterwerke, Bühnenwerke, Kammer-, Klavier und Filmmusik, sowie einige Vokalwerke.
 

Darüber hinaus war Leonard Bernstein ein bedeutender Musikpädogoge. Nehmen Sie sich etwas Zeit für das Video: Leonard Bernstein beantwortet die Frage „Was ist eine Melodie ?“ während einem seiner legendären „Young People’s Concerts“ mit den New Yorker Philharmonikern, aufgenommen am 21.12.1962.

Gambia 12.10.1998



Guinea 10.5.2010

Guinea-Bissau 5.8.2008

San Marino 12.2.1999

Grenada Grenadinen 19.11.1992

Grenada Grenadinen 26.8.1998

Ungarn 2.3.2018

Israel 7.2.1995