Kategorie: Briefmarken

3. Dezember


Little Donkey
(Kleiner Esel)
Englisches Kinder-Weihnachtslied
Text & Musik: Eric Boswell (1921-2009)

2. Dezember


 
Colinda
Traditionelles Adventssingen in Rumänien

1. Dezember


Te Harinui
(Nicht in einer verschneiten Nacht)
Ein Weihnachtslied aus Neuseeland
Text & Musik: Willow Mackey (*1921)

Marke des Monats: Dezember 2017



Monaco 12.11.1975

Maurice Ravel

Der französische Komponist Joseph-Maurice Ravel wurde am 7. März 1875 in Ciboure geboren. Er starb am 28. Dezember 1937 in Paris. Im Dezember 2017 jährt sich sein Todestag zum 80. Mal.
Ravel begann im Alter von sieben Jahren Klavier zu spielen und erhielt bereits mit 13 Unterricht in Harmonielehre. 1889 begann er sein Musikstudium am Pariser Konservatorium mit dem Ziel Pianist zu werden. Da er bei den Zwischenprüfungen mehrmals versagte, musste er 1895 die Meisterklasse jedoch verlassen und trat 1897 in die Kompositionsklasse von Gabriel Fauré ein. Obwohl er auch dieses Studium nicht mit einem Abschluss beendete machte sich Ravel sehr bald als Komponist einen Namen.

Ravel komponierte vor allem Kammermusik und Klavierwerke. Das zeitgenössische Publikum reagierte auf Ravels Werke sehr unterschiedlich. Die meisten Konzertbesucher bevorzugten konservative, harmonisch gefällige Werke und waren mit Ravels ungewohnten Harmonien und rhythmischen Wechseln häufig überfordert. Viele Kritiker bekundeten dagegen Sympathie für seine neuen Ideen.
 



Der „Boléro“ ist Ravels bekanntestes und am häufigsten gespieltes Werk. Das als Ballettmusik für die Tänzerin Ida Rubinstein geschriebene Werk wurde bei der Uraufführung am 22.11.1928 mit donnerndem Beifall bedacht. Ravel selbst war der Erfolg des Werkes, das er als „simple Orchestrationsübung“ bezeichnete, zeitlebens suspekt. Fast Abschätzig meinte er einmal: „Mein Meisterwerk? Der Boléro natürlich. Schade nur, dass er überhaupt keine Musik enthält.“

Marke des Monats: November 2017


Gemeinschaftsausgabe: Russland – Indien
„Berjoska Chorowod“

„Berjoska“ ist ein professionelles Tanzensemble, das ausschließlich russische Mädchentänze aufführt. Das Ensemble wurde 1948 von Nadjeschda Sergejewna Nadjeschdina (1908-1979) gegründet, die von 1925 bis 1934 als Ballerina am Bolschoi Ballett tätig war und von 1934 bis 1948 mit Laien-Tanzgruppen in verschiedenen Städten Russlands gearbeitet hat. Für die Laienkunstschau 1948 in Moskau schuf sie für die Tanzgruppe aus Kalinin die Choreographie „Berjoska Chorowod“ (Birken-Reigen).


Russland 26.10.2017


Indien 26.10.2017


Inspiriert wurde sie dazu von einem rituellen Frühlingsreigen für unverheiratete Mädchen, der unter dem Namen ‚Birkenanbetung‘ bekannt war. Als Begleitmusik wählte Nadjeschdina das Volkslied „Es stand eine Birke auf dem Feld“, das von dem Komponisten Jewgeni Kusnjetsov (1922-1993) für vier Bajanspieler (russisches Knopfakkordeon) bearbeitet wurde.
Die Choreographie „Berjoska Chorowod“ und das Ensemble „Berjoska“ sind inzwischen weltberühmt.

In Memoriam: Fats Domino



Togo 28.12.2011




Der amerikanische Pianist, Sänger und Songwriter Antoine „Fats“ Domino Jr., geboren am 26.2.1928 in New Orleans, starb am 24.10.2017 in seiner Heimatstadt.
Der Durchbruch gelang dem Rock ’n’ Roll, Rhythm-and-Blues, Piano-Blues und Boogie-Woogie Musiker 1955 mit „Ain’t that a shame“ und 1956 mit „Blueberry Hill“, das er in der legendären Ed Sullivan Show erstmals aufführte und das zum größten Hit seiner gesamten Karriere wurde. Als Live-Performer war Fats Domino bis in die 1990er-Jahre gefragt. Der 1957 aufgenommene Song „I’m Walkin’“ wurde 1991 in einer Aral-Werbung verwendet und kam dadurch nochmals in die deutsche Hitparade. Fats Domino wurde 1986 in die Rock ’n’ Roll Hall of Fame und 2003 in die Blues Hall of Fame aufgenommen.

Vor 50 Jahren …

Die Nummer 1 der Britischen Charts vom 5.10. – 1.11.1967
The Bee Gees „Massachusetts“



Insel Man 12.10.1999




Das Lied Massachusetts wurde von den Brüdern Robin, Maurice und Barry Gibb geschrieben, komponiert und gesungen. Musikalisch begleitet wurde es von Maurice Gibb (Bass), Vince Melouney (Gitarre) und Colin Petersen (Schlagzeug). Die Single erreichte in Deutschland, Großbritannien, Neuseeland, Norwegen, Österreich und Australien Platz 1 der Charts. In Japan war „Massachusetts“ das erste nicht-japanische Lied auf Platz 1.

Marke des Monats: Oktober 2017


Sir Malcolm Sargent

Der englische Dirigent Sir Harold Malcolm Watts Sargent wurde am 29. April 1895 in Ashford geboren. Er starb am 3. Oktober 1967 in London. 2017 jährt sich sein Todestag zum 50. Mal.
Malcolm Sargent studierte Klavier, Orgel und Musikwissenschaften. Seine Laufbahn als Dirigent begann 1921, als er auf Einladung von Sir Henry Wood die Promenadenkonzerte von Queen’s Hall in London dirigierte. Im Laufe seiner Karriere leitete er das London Philharmonic Orchestra, das Hallé Orchestra in Manchester, das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und das BBC Symphony Orchestra. Seit 1948 war er Chefdirigent der legendären Proms. Sargents besonderes Interesse galt der zeitgenössischen englischen Musik. So dirigierte er unter anderem Uraufführungen von Gustav Holst und Ralph Vaughan Williams.


Großbritannien 10.9.1980
Neben seiner Tätigkeit als Dirigent unterrichtete Sargent am Royal College of Music, arbeitete einige Jahre mit dem Ballets Russes und war von 1928 bis zu seinem Tode Dirigent der Royal Choral Society.
 



 
Der Film „Battle for Music“ aus dem Jahr 1945 erzählt die Geschichte des London Philharmonic Orchestra während des Zweiten Weltkriegs. Mehrere namhafte Künstler haben in diesem Film mitgewirkt, darunter Sir Malcolm Sargent. In diesem Ausschnitt dirigiert Sir Malcom Sargent den Tanz „La Calinda“ von Frederick Delius für ein Publikum von Schulkindern.

Yehudi-Menuhin-Trophy 2017 – Schönste Musikbriefmarke 2016

Der Gewinner: Jean Claverie / Frankreich






Jean Claverie wurde 1946 in Beaune, Côte d‘Or, geboren. Nach dem Studium an der „École nationale des Beaux-arts“ in Lyon und der „École des Arts Décoratifs“ in Genf arbeitete er zunächst in der Werbebranche. 1977 spezialisierte er sich auf die Illustration von Kinder- und Jugendbüchern und arbeitete hier mit zahlreichen namhaften Autoren zusammen. Einer seiner Kinderbuchhelden, „Little Lou“, ein kleiner farbiger Junge, der als Jazzpianist Karriere macht, inspirierte Jean Claverie zu einer Tournee und so gibt er mit seiner Band seit 2003 in ganz Frankreich Blues, Rhythm & Blues und Rock-Konzerte für Groß und Klein.
 



Philaposte, die Philatelie-Abteilung der französischen Post, kann sich in diesem Jahr über einen Doppelsieg freuen, denn auch auf dem zweiten Platz landete eine Briefmarke aus Frankreich. Christelle Guénot gestaltete im Rahmen des Markensets „L’Ouïe“ (Das Gehör), das am 30. Januar 2016 erschienen ist, eine wunderschöne Marke mit Musikinstrumenten, Blumen, Schmetterlingen und Vögeln.




Den dritten Platz belegt der Kleinbogen „Flamenco“, den die amerikanische Künstlerin Alison Seiffer zum
Welttanztag für die Postverwaltung der Vereinten Nationen in Wien gestaltet hat (Ersttag: 29.4.2016).

Hier finden Sie die Kandidaten für die schönste Musikbriefmarke 2016

Marke des Monats: September 2017



Israel 25.4.1995


Frankreich 27.4.1985
Darius Milhaud

Der französische Komponist Darius Milhaud wurde am 4. September 1892 in Marseille geboren, er starb am 22. Juni 1974 in Genf. Im September 2017 jährt sich sein Geburtstag zum 125. Mal.
Milhaud studierte am Pariser Konservatorium zunächst Violine und später Komposition. 1916 begleitete er seinen Freund Paul Claudel nach Rio de Janeiro wo er die brasilianische Folklore und Popularmusik kennenlernte, die seine Musik stark beeinflusste. Nach der Rückkehr nach Frankreich gehörte er zur „Groupe des Six“ um den Komponisten Eric Satie.
Milhaud komponierte mehr als 400 Werke aus allen bedeutenden Musikgattungen (Oper, sinfonische Musik, Konzerte, Kammer- und Vokalmusik, Lieder, Filmmusik). Zahlreiche seiner Werke zeigen Einflüsse des damals neu aufkommenden Jazz.
Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegsleitete Milhaud in Oakland und später in Paris eine Kompositionsklasse. Zu seinen Schülern gehörten unter anderem Dave Brubeck, Karlheinz Stockhausen und Iannis Xenakis.
 



 
 
Das Video zeigt das Pianisten-Duo Víctor und Luis del Valle mit einem der bekanntesten Kammermusikwerke von Darius Milhaud: „Scaramouche“ in einer ungewöhnlichen Besetzung mit zwei Klavieren und Percussions.