Marke des Monats: Februar 2020

Henri Vieuxtemps

Der belgische Geiger und Komponist Henri Vieuxtemps wurde am 17. Februar 1820 in Verviers geboren, er starb am 6. Juni 1881 in einem Sanatorium bei Algier. Im Februar 2020 jährt sich sein Geburtstag zum 200.Mal.
 
Den ersten Geigenunterricht erhielt Henri Vieuxtemps von seinem Vater. Von 1828 bis 1831 studierte er Violine am Konservatorium in Brüssel. Erste Reisen führten ihn nach Paris und nach Deutschland, wo er unter anderem mit Robert Schumann und Louis Spohr zusammentraf. 1835/1836 studierte

Belgien 6.4.1974
er in Wien Kontrapunktik und danach in Paris Komposition. Die Aufführung seines Violinkonzertes Nr. 1 E-Dur in St. Petersburg war 1837 ein großer Erfolg. Vieuxtemps widmete sich daraufhin in Paris der Komposition weiterer Werke. 1843/44 ging er mit seiner späteren Frau, der Pianistin Josephine Eder auf eine Tournee durch die amerikanischen Nord- und Mittelamerika. Von 1846 bis 1852 wirkte er als Hofmusiker des Zaren Nikolaus I. in St. Petersburg, lebte dann mehrere Jahre in der Nähe von Frankfurt/Main, später in Paris und übernahm schließlich ab 1871 wieder eine Professur am Brüsseler Konservatorium. Sein bekanntester Schüler dort war Eugène Ysaÿe.
Henri Vieuxtemps gilt als einer der bedeutenden Violinisten des 19. Jahrhunderts. Sein kompositorisches Schaffen umfasst sieben Violinkonzerte, zwei Violoncello-Konzerte, mehrere andere Werke für Violine und Orchester bzw. Piano und zahlreiche Salonmusiken.
 
 
Das Video zeigt die koreanische Violinistin Kristin Lee mit Henri Vieuxtemps Komposition „Souvenir d’Amerique“ op.17 mit Variationen über „Yankee Doodle“. Begleitet wird sie vom amerikanischen Pianisten Michael Mizrahi.