Kategorie: Briefmarken

Neue Briefmarken 2026

Jedes Jahr erscheinen zahlreiche neue Briefmarken zum Thema Musik. Die Liste der Neuerscheinungen im Mitgliederbereich wird mehrmals pro Monat aktualisiert.

 

03.06.2026 Polen / Deutschland / Österreich / Liechtenstein / Brasilien / Vereinigte Staaten / Fidschi / Kroatien

05.06.2026 Österreich / Sri Lanka / Bulgarien

09.06.2026 Jersey / Kanada

10.06.2026 Deutschland

16.06.2026 Frankreich / Litauen / Bosnien Herzegowina – Serbische Republik / Irland

17.06.2026 Kirgisistan / China Volksrepublik / South Korea

24.06.2026 Deutschland / Algerien / Japan / Kiribati

27.06.2026 Deutschland

30.06.2026 Griechenland

06.07.2026 Dschibuti / Rumänien

09.07.2026 Paraguay / Italien / Uruguay

12.07.2026 Kirgisistan

13.07.2026 Portugal

14.07.2026 Spanien / Vereinigte Staaten / Griechenland

15.07.2026 Estland

 

 

Europa (Mitgliederbereich)  Übersee (Mitgliederbereich)

Geplante Ausgaben 2026 (Mitgliederbereich)

Neue Privatpostmarken

Auch die privaten Postdienstleister geben immer wieder Briefmarken mit musikalischen Themen heraus. Im Mitgliederbereich finden Sie eine Liste, die je nach Bedarf aktualisiert wird.
 

2.6.25: BW Post (Stuttgart) / LMF (Augsburg) / Nordkurier (Neubrandenburg) / Post Modern (Dresden) / RPV (Cottbus)
21.9.25: BW Post (Stuttgart) / Citipost (Weserbergland) / Nordbrief (Rendsburg) / MZZ (Halle) / Openmail (Portugal) / POST Modern (Dresden)
5.12.25: Nordbrief (Rendsburg) / POST Modern (Dresden)
13.7.26: Arriva (Freiburg) / BW Post (Esslingen) / MZZ + Biber (Halle + Magdeburg) / Nordbrief (Rendsburg) / POST Modern (Dresden)
Privatpost 2025 (Mitgliederbereich)   Privatpost 2026 (Mitgliederbereich)

Neue Briefmarken 2025

Jedes Jahr erscheinen zahlreiche neue Briefmarken zum Thema Musik. Die Liste der Neuerscheinungen im Mitgliederbereich wird mehrmals pro Monat aktualisiert.
 

12.4.26: Guinea
31.5.26: Guinea / Sierra Leone / Togo / Zentralafrikanische Republik
18.6.26: Guinea / Zentralafrikanische Republik
1.7.26: Chile / Dschibuti / Irland / Jersey / Serbien
8.7.26: Guernsey
12.7.26: Guinea

Europa (Mitgliederbereich)  Übersee (Mitgliederbereich)

Marke des Monats: Juli 2026

Comhaltas Ceoltóirí Éireann


Irland 18.06.2026

Die irische Postgesellschaft „An Post“ hat eine neue Sonderbriefmarke anlässlich des 75-jährigen Bestehens von *Comhaltas Ceoltóirí Éireann* vorgestellt. Diese Organisation fördert die traditionelle irische Kultur – insbesondere Musik und Tanz – sowohl in Irland als auch weltweit.

Die Briefmarke wurde von DesignWorks Ireland entwickelt; für das Design und die Illustration zeichneten Louise Nichols und Aoife Carroll verantwortlich, wie Martin Gafney mitteilte, der gemeinsam mit Rocky Grennell DesignWorks Ireland vertrat. Das Motiv zeigt eine stilisierte Fiedel, die als Mosaik aus Farben und Texturen neu interpretiert wurde; jeder Abschnitt symbolisiert dabei die vielfältigen Gemeinschaften, Traditionen und Erfahrungen, die durch *Comhaltas* zusammengeführt werden.

Der Nominalwert am Ausgabetag betrug 1,85€.

Marke des Monats: Mai 2026

 

Musik aus Liechtenstein


Liechtenstein 1.6.2026
Am 1.6.2026 erscheint in Liechtenstein eine Briefmarke mit dem Titel „Liader us der Oberteli“, was so viel bedeutet wie „Lieder aus dem Speicher“. Mit dieser Ausgabe soll auf das kulturelle Erbe des Landes aufmerksam gemacht werden, vor allem auf überlieferte Volksmusik und ihre Bewahrung für kommende Generationen. Die Briefmarke erscheint in Form einer abspielbaren Schallplatte. Im Zentrum der Ausgabe steht Josef „Pepi“ Frommelt, ein Wegbereiter der liechtensteinischen Volksmusikforschung, der über Jahrzehnte mit großem Engagement traditionelle Lieder sammelte, dokumentierte und bewahrte.
Sein Anliegen war es, die musikalischen Wurzeln nicht nur zu erhalten, sondern altes Liedgut neu hörbar zu machen. Dieses Vermächtnis wird heute von der Pepi-Frommelt-Stiftung weitergeführt, die von seinen Kindern gegründet wurde.
Das Lied auf der Schallplatte heißt „S’isch egal“. Lange Zeit wurde die Melodie für ein liechtensteinisches Volkslied gehalten, bis sich zeigte, dass das Original unter dem Titel „Du und i sind Brüederli“ vom Schweizer Komponisten Werner Wehrli (1892-1944) komponiert wurde. Gerade diese Erkenntnis unterstreicht den kulturellen Wert der Sammlung: Volksmusik lebt von Austausch, Weitergabe und Interpretation. 1985 wurde das Lied erstmals auf einer Langspielplatte aufgenommen und so für kommende Generationen gesichert. Die Version auf der Briefmarke wurde 2023 von der liechtensteinischen Pop-Formation PEPS in zeitgemäßem poppigem Reggae-Feeling aufgenommen: Liechtensteinischer Dialekt in der heute gelebten Realität im Dialog mit der historisierenden Sprache von vor gut 100 Jahren.

Marke des Monats: April 2026

75 Jahre Concours Reine Elisabeth


Belgien 15.3.2026
Elisabeth Gabriele Valérie Marie Herzogin in Bayern wurde am 25. Juli 1876 in Possenhofen am Starnberger See geboren. Als Gattin des Prinzen Albert von Belgien wurde sie mit dessen Thronbesteigung 1909 Königin von Belgien. Elisabeth war musikalisch sehr begabt. Sie spielte täglich Violine, wobei sie den Komponisten und Violinisten Eugène Ysaÿe (1858 – 1931) als Lehrer hatte.
Eugène Ysaÿe hatte die Idee für einen Wettbewerb für junge Musiker. Nach seinem Tod übernahm Elisabeth 1931 die Planung des Wettbewerbs, der 1937 unter dem Namen „Concours Eugène Ysaÿe“ erstmals ausgetragen wurde. Erster Preisträger war David Oistrach (1908-1974).
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Wettbewerb 1951 in „Concours Reine Elisabeth“ umbenannt. Der Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft der jeweiligen belgischen Königin stattfindet, ist heute einer der bedeutendsten internationalen Musikwettbewerbe. Er findet in einem vierjährigen Zyklus mit jährlich wechselnder Instrumentalklasse statt, seit 2025 in der Reihenfolge Violine, Klavier, Cello und Gesang.

Belgien 15.9.1937
Die aktuelle Briefmarke erinnert neben dem 75-jährigen Bestehen des „Concours Reine Elisabeth“ auch an den 150. Geburtstag der Königin, die am 23. November 1965 in Brüssel gestorben ist.
 

Das Video zeigt den ukrainischen Violinisten Dmytro Udovychenko (*1999), Gewinner des Wettbewerbs im Jahr 2024, und das Belgische Nationalorchester unter der Leitung von Antony Hermus mit dem Concerto Nr. 1 in a-Moll op. 77 von Dmitri Schostakowitsch.

Marke des Monats: März 2026

Peter Benoit
Der belgische Komponist Peter Leonardus Benoit wurde am 17. August 1834 in Harelbeke geboren. Er starb am 8. März 1901 in Antwerpen. Im März 2026 jährt sich sein Todestag zum 125. Mal.
 
Peter Benoit studierte von 1851 bis 1855 am Konservatorium in Brüssel. Schon während des Studiums komponierte er eine Reihe von Werken, darunter die Oper „Das Dorf in den Bergen“ für das Théâtre royal du Parc, dessen Dirigent er nach dem Studium wurde. 1857 wurde Benoit für seine Kantate „Le Meurtre d’Abel“ mit dem belgischen Prix de Rome ausgezeichnet. Der Preis ermöglichte ihm eine ausgedehnte Reise mit längeren Aufenthalten in Köln, Bonn, Leipzig, Dresden, Berlin und München.1861 wurde er Orchesterleiter an dem von Jaques Offenbach gegründeten Théâtre des Bouffes-Parisiens.


Belgien 1.6.1934
1867 berief man ihn zum Direktor der Flämischen Musikschule (Vlaamsche Muziekschool) in Antwerpen, wo er seine Idee zur Schaffung einer eigenständigen, von fremden Einflüssen unberührten flämischen Musiksprache weiterentwickelte. Benoit gilt damit als einer der ersten Vertreter der europäischen Strömung des musikalischen Nationalismus. Zu seinem kompositorischen Schaffen gehören vor allem Bühnenwerke, Kantaten, Oratorien und geistliche Werke.
 

Das Video zeigt die belgische Pianistin Emmy Wils (*1994) mit der Fantasie No. 3, Op. 18,
aus einer Reihe von vier Klavierwerken, die Peter Benoit um 1860 in Paris komponierte.

Marke des Monats: Februar 2026

Lily Pons

USA 10.9.1997
Die französisch-amerikanische Koloratur-
sopranistin Lily Pons (Alice Joséphine Pons) wurde am 12. April 1898 in Draguignan bei Cannes geboren. Sie starb vor 50 Jahren, am 13. Februar 1976 in Dallas, Texas.
Lily Pons studierte am Pariser Konservatorium zunächst Klavier und gewann im Alter von 15 Jahren den ersten Preis. Ermutigt von der Sopranistin Dyna Beumer begann sie 1925 ihr Gesangsstudium in Paris und New York. Ihr Operndebüt gab sie 1928 in Mulhouse in der Titelrolle von als Léo Delibes Oper „Lakmé“, die für ihre „Glöckchenarie“ bekannt ist.
Der italienische Tenor und Impresario Giovanni Zenatello entdeckte die Sängerin bei einem Opernauftritt in der französischen Provinz und schlug sie dem Generaldirektor der Metropolitan Opera in New York als Nachfolgerin der Koloratursopranistin Amelita Galli-Curci vor. Am 3. Januar 1931 gab Lily Pons an der Met ihr unangekündigtes, aber sehr erfolgreiches Debüt als Lucia in Donizettis „Lucia di Lammermoor“. Lily Pons blieb der Metropolitan Opera von 1931 bis 1960 verbunden.
In dieser Zeit trat sie dort fast 300-mal in 10 verschiedenen Rollen auf, vor allem als Lucia und Lakmé, als Gilda in Verdis „Rigoletto“ und als Rosina in Rossinis „Barbier von Sevilla“. Daneben hatte sie Auftritte als Gastkünstlerin an vielen großen Opernhäusern, trat bis 1973 auch als Konzertsängerin auf und machte zahlreiche Schallplattenaufnahmen. Seit den 1950er Jahren war sie ein gern gesehener Gast in Radio- und Fernseh-Shows, wo sie neben dem klassischen Repertoire auch populäre Musik präsentierte.

St. Vincent 5.11.1997


Das Video zeigt Lily Pons bei einem Konzertauftritt 1947 in der Carnegie Hall
mit der „Glöckchenarie“ aus der Oper „Lakmé“ von Léo Delibes.