
Österreich 23.2.2004
Der katalanische Opernsänger Josep Maria Carreras i Coll (spanische Namensform: José Carreras) wurde am 5. Dezember 1946 in Barcelona geboren. Im Dezember 2021 feiert er seinen 75. Geburtstag.
1963 brach Carreras sein Chemie-Studium ab und begann ein Gesangsstudium am Conservatori Superior de Música in Barcelona. 1970 debütierte er am dortigen Gran Teatre del
Im Mai 2009 gab Carreras seinen Rückzug von der Opernbühne bekannt, gab jedoch weiter Konzerte und feierte 2014 in Bilbao bei der Uraufführung der Oper „El Juez“ von Christian Kolonovits ein triumphales Comeback auf der Opernbühne. Im Rahmen einer Gala feierte José Carreras, einer der herausragenden Tenöre der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, im September 2021 seinen Abschied von der Wiener Staatsoper.

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere, erkrankte Carreras 1987 an Leukämie. Trotz schlechter Prognose konnte er, nach einer damals noch kaum verbreiteten Knochenmarktransplantation, seine Gesangskarriere wieder aufnehmen. Aus Dankbarkeit für die medizinische Hilfe gründete er 1988 die José Carreras Leukämie-Stiftung, für die er mit Benefizgalas in den vergangenen zwanzig Jahren über 200 Millionen Euro gesammelt hat.
Kategorie: Musik
Marke des Monats: November 2021

USA 10.9.1997
Der amerikanische Bariton Lawrence Mervil Tibbett wurde am 16. November 1896 in Bakersfield/Kalifornien geboren. Er starb am 15. Juli 1960 in New York an den Folgen eines Autounfalls. Im November 2021 jährt sich sein Geburtstag zum 125. Mal.
Tibbett studierte Gesang in Los Angeles und begann seine Karriere als Konzertsänger.
Das Video zeigt Lawrence Tibbett als Escamillo in Georges Bizets Oper „Carmen“, in der er auch auf der Briefmarke dargestellt ist. Der Ausschnitt stammt aus dem 1935 gedrehten Film „Metropilitan“ von Richard Boleslawski mit Virginia Bruce als Carmen. „Metropilitan“ war der erste Film der neu gegründeten 20th Century Fox Film Studios nach dem Zusammenschluss von Twentieth Century Pictures und Fox Film Corporation.
Marke des Monats: Oktober 2021
Der französische Dichter, Schriftsteller und Chansonnier Georges Brassens wurde am 22. Oktober 1921 in Sète geboren. Er starb am 29. Oktober 1981 in Saint-Gély-du-Fesc bei Montpellier. Im Oktober 2021 jährt sich sein Geburtstag zum 100. und sein Todestag zum 40. Mal.
George Brassens begann bereits im Alter von 14 Jahren Chansons zu schreiben. 1942 veröffentlichte er seine ersten Gedichte. Die bekannte Chanteuse Patachou war Anfang der 1950 Jahre die erste, die Brassens Chansons vortrug und die ihm in ihrem Pariser Cabaret die ersten öffentlichen Auftritte ermöglichte. 
Frankreich 16.6.1990
Bis heute wurden mehr als 30 Millionen CDs und LPs seiner Chansons verkauft. 1967 zeichnete wurde er von der Académie française mit dem Grand Prix de Poésie ausgezeichnet.
Das Video zeigt Georges Brassens mit seinem Chanson „La complainte des filles de joie“
(Die Klage der Jungfrauen) aus dem Jahr 1961.



Vor 50 Jahren …
Der Titelsong ist bis heute eines seiner bekanntesten Lieder. Der Song war damals ein Statement gegen den Vietnam-Krieg, für viele ist er jedoch zu einer Art ultimative Friedenshymne und eine Ode an den Idealismus geworden.
„Stell Dir vor, es gäbe nichts mehr, wofür es sich lohnte Krieg zu führen…“

UNO New York 21.9.2021
Weitere Jubiläen …
In Memoriam: Mikis Theodorakis

Mikis Theodorakis wurde am 29.7.1925 auf der Insel Chios geboren. Er studierte Musik in Athen und in Paris, unter anderem bei Olivier Messiaen. Während des Zweiten Weltkrieges war er in der Widerstandsbewegung politisch aktiv und wurde mehrfach inhaftiert. In den 1950er Jahren komponierte er vor allem Kammermusik, Ballettmusik, einige symphonische Werke und erste Filmmusiken. Weltweit bekannt wurde er 1964 durch seine Filmmusik zu „Alexis Sorbas“.
Von 1964 bis 1967 war Mikis Theodorakis Abgeordneter des griechischen Parlaments und wurde nach dem Militärputsch von 1967 erneut verhaftet. 1970 gelang ihm die Flucht ins Pariser Exil, von wo aus er zahlreiche Konzertreisen unternahm. Nach seiner Rückkehr nach Griechenland 1974 war er vor allem als Komponist und Dirigent tätig. Sein umfangreiches kompositorisches Schaffen umfasst mehr als 1000 Werke, darunter Sinfonien, Kantaten, Kirchenmusikwerke, Oratorien, Opern, Filmmusiken und zahlreiche Lieder.
Für seine Verdienste um die Musik erhielt er unter anderem den Sibelius-Preis (1963),die Goldmedaille für Filmmusik (London 1970) und den Socrates-Preis (Stockholm 1974). Für sein Engagement für Frieden und Völkerverständigung wurde Mikes Theodorakis 2005 mit dem IMC-UNESCO-Musikpreis.
Das Video zeigt die Anthony Quinn und Alan Bates in der berühmten Tanzszene aus dem Film „Alexis Sorbas“ von Michael Cacoyannis mit dem von Mikis Theodorakiskomponierten „Sirtaki“.
In Memoriam: Charlie Watts

Charlie Watts wurde am 2. Juni 1941 in Bloomsbury geboren. Als Zehnjähriger entdeckte er seine Leidenschaft für amerikanischen Jazz und baute sich aus einem alten Banjo seine erste Trommel. Er spielte in verschiedenen Jugendbands und wurde im Januar 1963 Mitglied der Rolling Stones. Wegen seines trockenen, direkten Schlagzeugstils galt er als das rhythmische Fundament der Band und wurde 1989 mit den Rolling Stones in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Seit den 1980er Jahren war er auch mit einer eigenen Big Band sowie mit einer kleineren Jazz-Formation auf Tour.
Die Zeitschrift „Rolling Stone“ listete Charlie Watts 2016 auf Rang zwölf der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.
Das Video zeigt Charlie Watts bei einem Live-Konzert der Rolling Stones.
Marke des Monats: September 2021
Der deutsche Komponist Engelbert Humperdinck wurde am 1.9.1854 in Siegburg geboren. Er starb am 27. 9.1921 in Neustrelitz. Im September 2021 jährt sich sein Todestag zum 100. Mal.

Deutschland 9.9.2004
Das Video zeigt die Schlussszene der Oper „Hänsel und Gretel“ mit Daniela Sindram (Hänsel), Ileana Tonca (Gretel) und dem Kinderchor der Opernschule der Wiener Staatsoper. Die Aufnahme stammt aus einer Direktübertragung des Fernsehsenders 3Sat aus dem Jahr 2016.
Marke des Monats: August 2021
Der tschechische Dirigent und Komponist Jeroným Rafael Kubelík wurde am 29. Juni 1914 auf dem böhmischen Schloss Horskyfeld in Býchory geboren. Er starb am 11. August 1996 in Kastanienbaum im Schweizer Kanton Luzern. Im August 2021 jährt sich sein Todestag zum 25. Mal.
Als Sohn des Geigers Jan Kubelík wurde Rafael Kubeliks musikalisches Talent schon früh gefördert. Er studierte am Konservatorium in Prag Violine, Dirigieren und Komposition und trat 1934 erstmals als Dirigent in Erscheinung. Von 1936 bis 1939 dirigierte er die Konzerte

Tschechische Republik 27.5.1998
Kubelík galt vor allem als Spezialist für die Werke tschechische Komponisten und setzte mit seinen Interpretationen der Werke von Dvořák und Janáček Maßstäbe. Er setzte sich auch für das Werk von Gustav Mahler ein und begann in den 1960er Jahren als erster mit einer Gesamteinspielung von Mahlers Sinfonien. 1984 zog er sich vom Dirigieren zurück, dirigierte aber auf Wunsch des tschechischen Präsidenten Václav Havel beim Eröffnungskonzert des Prager Frühlings 1990 nochmals Bedřich Smetanas Sinfonische Dichtung „Mein Vaterland“.
Als Komponist wird Rafael Kubelik der Neo-Romantik zugerechnet. Er schuf eine Messe, Stabat mater, 3 Requiem-Vertonungen, 5 Opern, 3 Symphonien und einige weitere Orchesterwerke. Außerdem Violin- und Violoncello-Konzerte, Kammermusik und eine Reihe von Liedern.
Das Video zeigt Rafael Kubelik und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Smetanas „Mein Vaterland“ (Ma vlast), aufgenommen am 3. Und 4. Mai 1984 im Herkulessaal der Münchner Residenz.
Marke des Monats: Juli 2021
Der amerikanische Jazztrompeter und Sänger Louis Daniel „Satchmo“ Armstrong wurde am 4.August 1901 in New Orleans geboren. Er starb am 6. Juli 1971 in New York City. Im August 2021 jährt sich sein Geburtstag zum 120. Mal, im Juli 2021 gedenken wir seines 50. Todestages.
USA 1.9.1995
Louis Armstrong hat maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des New-Orleans-Jazz. Er begründete das „Starsolistentum“ im Jazz und setzte in den 1920er Jahren technische Maßstäbe für Jazztrompeter. Er wird als einer der bedeutendsten Instrumentalsolisten des Jazz angesehen und ist mit seiner unverwechselbare Stimme, neben Billie Holiday und Ella Fitzgerald einer der bekanntesten Sänger des Jazz.
Das Video zeigt einen Ausschnitt aus der „Johnny Cash Show“ im Oktober 1970. Louis Armstrong und Johnny Cash spielen “Blue Yodel No. 9 (Standin‘ on the Corner)”. Dabei handelt es sich um den einzigen Song, den Louis Armstrong und Jimmie Rodgers gemeinsam eingespielt haben: 40 Jahre vorher, am 16.7.1930.
Marke des Monats: Juni 2021

USA 10.1.2007
Die amerikanische Jazz-Sängerin Ella Jane Fitzgerald wurde am 25. April 1917 in Newport News, Virginia geboren. Sie starb am 15. Juni 1996 in Beverly Hills. Im Juni 2021 jährt sich ihr Todestag zum 25. Mal.
Ihr Debüt als Sängerin gab Ella Fitzgerald als Siebzehnjährige 1934 im Apollo Theater in Harlem, wo sie einen Amateurwettbewerb gewann. Der Bandleader und Schlagzeuger Chick Webb engagierte sie 1935 als Sängerin in seiner Big Band. Nach ersten Plattenaufnahmen 1936 landeten die beiden mit dem Titel „A Tisket a Tasket“ 1938 schließlich einen Nummer 1 Hit, der Ella Fitzgerald zum Star machte.
Ella Fitzgerald gewann insgesamt 13 Grammys und 1967 den Grammy Lifetime Achievement Award; 1987 wurde sie mit der National Medal of Arts ausgezeichnet.

Bulgarien 28.4.2017