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Yehudi Menuhin Trophy 2025 – Schönste Musikbriefmarke 2024

Die siegreiche Marke: Schweden
Gestaltet von Eva Wilsson

Der schwedischen Popgruppe ABBA gelang am 6. April 1974 mit dem Titel „Waterloo“ der Sieg beim Eurovision Song Contest. Dieser Erfolg war gleichzeitig der Beginn der internationalen Karriere für ABBA, die den bis dahin amerikanisch und britisch dominierten Musikmarkt in den 1970er Jahren wesentlich mitgeprägt hat. Dass die ABBAMANIA der damaligen jungen Generation bis heute nachwirkt, zeigt sich auch darin, dass die am 6. April 2024 in Schweden erschienene Briefmarke zum 50. Jahrestag des ABBA-Erfolges von den Briefmarkensammlern in aller Welt mit 7.33 % der Stimmen zur populärsten Musikbriefmarke des Jahres 2024 gewählt wurde. Die Briefmarke wurde von der schwedischen Designerin Eva Wilsson gestaltet, die dafür mit der Yehudi-Menuhin-Trophy 2025 ausgezeichnet wird.
Eva Wilsson wuchs in Stockholm auf. Sie studierte Design an der schwedischen Kunsthochschule Konstfack und am London College of Printing. Berufliche Erfahrungen sammelte sie in London (Kunstbücher und Modefotografie) und Amsterdam (Visual Identity). 2008 gründete sie ihr eigenes Label „Design Eva Wilsson“ und eröffnete 2019 in Stockholm eine Galerie für Typografie und Design mit Räumlichkeiten für Ausstellungen, Workshops und Abende mit Typografie- und Musikquizzen. Eva Wilsson unterrichtet Typografiegeschichte und Grafikdesign und arbeitet seit 2009 auch für die Briefmarkenabteilung der schwedischen Post und für Postnord, für die sie inzwischen mehr als 100 Briefmarken entworfen hat.

      

Mit 6.41 % der Stimmen belegt die am 5.11.2024 erschienene spanische Briefmarke „Die Cellistin von Fene“ den zweiten Platz. Die Marke würdigt das Wandgemälde des Graffiti-Künstlers Sfhir, der 2023 den ersten Preis beim Perla Mural Festival gewann.
Den dritten Platz belegt mit 6.09% der Stimmen die norwegische Ausgabe „Bodø – Europäische Kulturhauptstadt 2024“, die von der Fotografin und Designerin Kristin Slotterøy gestaltet wurde.
Zur Auswahl standen in diesem Jahr Briefmarken von 66 Postverwaltungen. An der Wahl im Internet beteiligten sich Sammler aus 46 Ländern.
 
4. Platz
5. Platz
6. Platz
7. Platz
8. Platz
9. Platz
 
10. Platz
 

Hier finden Sie alle Kandidaten für die schönste Musikbriefmarke 2024
Hier finden Sie alle bisherigen Gewinner der Yehudi-Menuhin-Trophy

Yehudi Menuhin Trophy 2024 – Schönste Musikbriefmarke 2023

Die siegreiche Marke: Italien
Gestaltet vom Team der grafischen Abteilung der
„Fondazione Arena di Verona“

Seit am 10. August 1913 im römischen Amphitheater in Verona anlässlich des 100. Geburtstags von Giuseppe Verdi die Oper Aida aufgeführt wurde, ist der Besuch des „Arena di Verona Opera Festival“ ein Highlight für jeden Opernliebhaber. Zum 100-jährigen Jubiläum des Festivals gestaltete die Stiftung „Fondazione Arena di Verona“ ein Werbeplakat, basierend auf einem Foto, das vom Stil der Plakate für die ersten Festivals inspiriert ist, die seinerzeit von dem Maler Plinio Codognato (1878-1940) gestaltet wurden. Die italienische Staatsdruckerei wählte das Plakat als Motiv für die Briefmarke, die am 16. Juni 2023 erschienen ist und bei der Wahl zur schönsten Musikbriefmarke des Jahres 2023 mit 7.28% der Stimmen den ersten Platz belegte. Die Yehudi Menuhin Trophy 2024 geht damit an das Team der grafischen Abteilung der „Fondazione Arena di Verona“.

      

Mit 7.10 % der Stimmen nur ganz knapp geschlagen, belegt die Briefmarke zum 100. Geburtstag der Opernsängerin Maria Callas den 2. Platz. Den Block, der am 12. Oktober 2023 von der griechischen Post herausgegeben wurde, gestaltete Myrsini Vardopoulou auf Basis eines Photos, das 1955 an der Mailänder Scala aufgenommen wurde.
Dass Briefmarkensammler nicht nur bunte Bildchen ins Album stecken, sondern sich durchaus auch mit dem aktuellen Weltgeschehen auseinandersetzen, zeigt die ukrainische Briefmarke, die mit 5.42 % der Stimmen den 3. Platz belegt. Oleh Shupliak gestaltete die Marke mit dem trauernden Kobzar, die am 29.8.2023 von der ukrainischen Post herausgegeben wurde.
Zur Auswahl standen in diesem Jahr 66 Briefmarken von 56 Postverwaltungen. An der Wahl im Internet beteiligten sich mehr als 750 Sammler aus 42 Ländern.
 
4. Platz
5. Platz
6. Platz
7. Platz
8. Platz
9. Platz
 
10. Platz
 

Hier finden Sie alle Kandidaten für die schönste Musikbriefmarke 2023
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500 Jahre Evangelisches Gesangbuch


 
„Darumb thun die drucker sehr wohl dran, das sie gute lieder vleissig drucken, und mit allerley zierde den leuten angeneme machen, damit sie zu solcher freude des glaubens gereizt werden, und gerne singen.“ So kommentierte Martin Luther die neue Geschäftsidee verschiedener Drucker, die ab 1524 begannen, das neue Liedgut der Reformationszeit in kleinen Sammelbändchen zu veröffentlichen…
 
Lesen Sie mehr über die Geschichte des Evangelischen Gesangbuches

Franz-Liszt-Briefmarkenschau in Székesfehérvár


Das Leben und Werk von Franz Liszt
Im Theater von Székesfehérvár wurde eine Briefmarkenausstellung eröffnet

Link zur Webseite (ungarisch)
(Ein Klick auf die rechte obere Ecke des 2. Bildes öffnet eine weitere Bildergalerie)

Übersetzung des ungarischen Textes:
Der 98-jährige Briefmarkensammlerkreis der Stadt Székesfehérvár verband das Konzert des Alba Regia Symphony Orchestra am 24. Oktober mit einer thematischen Ausstellung. Vor dem Konzert eröffnete das Vörösmarty Theater eine Ausstellung über das Leben und Werk von Ferenc Liszt, die mit den Briefmarken von Dr. József Lippai gestaltet wurde.
Der Apotheker Dr. József Lippai begann im Alter von 10 Jahren mit dem Sammeln von Briefmarken und lernte Klavier spielen, bis er im vierten Jahr der Oberschule war. Auch während seiner Studienzeit in Szeged blieb seine Liebe zur Musik bestehen und er besuchte gerne Konzerte und die Oper. Das Sammeln erfreute sich damals großer Beliebtheit, in Szeged zählte der Briefmarkensammlerkreis zwischen 600 und 800 Mitglieder. Jeden Sonntagmorgen gab es eine Versammlung, bei der die Briefmarken getauscht wurden. Während seiner Militärzeit lernte er im Offiziersclub in Pest seinen Vorgesetzten kennen, der ihm das Sammeln von Musikmarken beibrachte. Als begeisterter Fan des Themas seit 1956 kann nun jeder seine Sammlung in der Galerie des Vörösmarty-Theaters bewundern.
Bei der Eröffnung bezeichnete Zoltán Laczi, der Präsident des Briefmarkensammelkreises der Stadt, es als große Ehre, vor dem Konzert des Alba Regia Symphony Orchestra eine Briefmarkenausstellung zum Thema Musik im Vörösmarty Theater organisieren zu können.
Der Direktor des Alba Regia Symphonieorchesters betonte, dass Verbindungen in allen Künsten wichtig seien, wenn sie in Bezug zu anderen Künsten gezeigt werden könnten, aber hier handele es sich nicht um eine Verbindung zwischen anderen Künsten, sondern vielleicht um ein noch spannenderes Portfolio: Wir sehen eine fantastische Briefmarkensammlung, die speziell auf Liszts Werk bezogen ist.
Zur Eröffnung der Briefmarkenausstellung begrüßte auch der Sammler Dr. József Lippai die Besucher. Er sagte, dass er schon als Kind das Klavierspielen gelernt habe und damals, vor mehr als 50 Jahren, mit dem Sammeln von Briefmarken zum Thema Musik begonnen habe. Seitdem hat er viele Briefmarken zum Thema Musik gesammelt und ist auch Teil eines internationalen Sammlerkreises mit Sitz in Deutschland, der sich damit beschäftigt. „Meine erste Sammlung stellte ich 1985 auf der Veranstaltung des Europäischen Kulturforums aus, hier präsentierte ich die Sammlung mit dem Titel ‚Romance in Music‘“. Im Jahr 2011 jährte sich Liszts Geburtstag zum 200. Mal, und da beschlossen meine Familie und ich, das Leben von Franz Liszt in Briefmarken zu dokumentieren. Das Material war bereits vorhanden, es musste nur noch zusammengestellt werden. „In den Jahren seit 2011 ist die Sammlung auf 96 Blätter angewachsen“, sagte der Sammler, dessen Briefmarken die Schlüsselmomente aus Liszts Leben, seinem ersten Konzert, seinen Künstlerfreundschaften und seinen Werken zum Leben erwecken.
***  Die Ausstellung war vom 24.10.2023 zwei Wochen lang im Foyer des Theaters zu sehen ***

Yehudi Menuhin Trophy 2023 – Schönste Musikbriefmarke 2022

Die Gewinnerin: Kirsten Lubach
Österreichische Post AG

Ein Instrument aus dem Sinfonieorchester, kombiniert mit dem Autograph eines passenden Werkes aus der Feder eines österreichischen Komponisten, das sind die unverwechselbaren Bestandteile der Briefmarkenserie „Musikland Österreich“.
Seit 2020 gestaltet die Wiener Grafikerin Kirsten Lubach jährlich eine Briefmarke für diese Serie. Für die Marke mit der Abbildung einer Posaune, die am 16. Februar 2022 erschienen ist und die bei der Wahl zur schönsten Musikbriefmarke des Jahres 2022 mit 8.11% der Stimmen als Sieger hervorgegangen ist, wird Kirsten Lubach mit der Yehudi-Menuhin-Trophy 2023 ausgezeichnet.
 
Kirsten Lubach wurde 1973 in Troisdorf geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie an der Zeichenakademie in Hanau eine Ausbildung zur Graveurin und ging dann mit einem Stipendium zu weiterführenden Studien nach Lahti, Finnland, wo sie 1999 die Prüfung zur Graveurmeisterin ablegte. Nach einigen Jahren bei einem Spezialbetrieb in Wien wechselte sie 2003 zur Österreichischen Staatsdruckerei. Dort war sie zunächst für die Korrektur und Retusche der Druckplatten zuständig. Die erste von ihr gestochene österreichische Briefmarke war 2006 der „Luchs“ in der Serie „Tierwelt Österreichs“. 2012 machte sich Kirsten Lubach als Entwerferin, Zeichnerin und Graveurin selbständig und eröffnete in Wien ein eigenes Atelier für Kupfer- und Stahlstiche, das sie 2021 als Kupferstich- und Druckatelier in die Ungargasse in Wien verlagert und vergrößert hat. Inzwischen hat Kirsten Lubach zahlreiche Briefmarken für verschiedene Postverwaltungen entworfen.

   

Zur Auswahl standen in diesem Jahr 69 Briefmarken von 55 Postverwaltungen. An der Wahl im Internet und bei der Internationalen Briefmarkenausstellung IBRA 2023 beteiligten sich Sammler aus 48 Ländern. Mit 7.59 % der Stimmen belegt die von Alejandro Muntz gestaltete Briefmarke mit der Balletttänzerin María Noel Riccetto den 2. Platz. Die Briefmarke erschien am 28.11.2022 in Uruguay im Rahmen der Gemeinschaftsausgabe „Kunst“ der U.P.A.E.P. (Unión Postal Américas, España, Portugal). Der dritte Platz geht mit 7.08% der Stimmen an die griechische Malerin und Grafikerin Myrsini Vardopoulou für eine Briefmarke aus dem griechischen Satz „100 Jahre erste städtische Flüchtlingssiedlungen“ vom 14.9.2022.
 
4. Platz
5. Platz
6. Platz
 
7. Platz
 
8. Platz
9. Platz
10. Platz

Hier finden Sie alle Kandidaten für die schönste Musikbriefmarke 2022

Neue Artikel im Internet

Postverwaltungen und philatelistische Verlage veröffentlichen gelegentlich artikel mit Hintergrundinformationen zu neuen Briefmarken. Sofern uns solche Informationen bekannt werden, veröffentlichen wir den entsprechenden Link.


4.2.2023: Iron Maiden / Josip Ipavec / Haus der ungarischen Musik
 
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