Jedes Jahr erscheinen zahlreiche neue Briefmarken zum Thema Musik. Die Liste der Neuerscheinungen im Mitgliederbereich wird mehrmals pro Monat aktualisiert.
01.04.2026 Liechtenstein / Belgien / Russland
07.04.2026 Neuseeland / Hongkong
10.04.2026 Nepal
12.04.2026 Österreich
15.04.2026 Belgien / Albanien
19.04.2026 Indien / Singapur / Schweiz
20.04.2026 St Pierre und Miquelon / Aserbaidschan
24.04.2026 Türkei / Österreich / Tschechische Republik
06.05.2026 Indonesien / Neuseeland / Bulgarien / Russland / Ukraine / Österreich
Am 1.6.2026 erscheint in Liechtenstein eine Briefmarke mit dem Titel „Liader us der Oberteli“, was so viel bedeutet wie „Lieder aus dem Speicher“. Mit dieser Ausgabe soll auf das kulturelle Erbe des Landes aufmerksam gemacht werden, vor allem auf überlieferte Volksmusik und ihre Bewahrung für kommende Generationen. Die Briefmarke erscheint in Form einer abspielbaren Schallplatte. Im Zentrum der Ausgabe steht Josef „Pepi“ Frommelt, ein Wegbereiter der liechtensteinischen Volksmusikforschung, der über Jahrzehnte mit großem Engagement traditionelle Lieder sammelte, dokumentierte und bewahrte.
Sein Anliegen war es, die musikalischen Wurzeln nicht nur zu erhalten, sondern altes Liedgut neu hörbar zu machen. Dieses Vermächtnis wird heute von der Pepi-Frommelt-Stiftung weitergeführt, die von seinen Kindern gegründet wurde.
Das Lied auf der Schallplatte heißt „S’isch egal“. Lange Zeit wurde die Melodie für ein liechtensteinisches Volkslied gehalten, bis sich zeigte, dass das Original unter dem Titel „Du und i sind Brüederli“ vom Schweizer Komponisten Werner Wehrli (1892-1944) komponiert wurde. Gerade diese Erkenntnis unterstreicht den kulturellen Wert der Sammlung: Volksmusik lebt von Austausch, Weitergabe und Interpretation. 1985 wurde das Lied erstmals auf einer Langspielplatte aufgenommen und so für kommende Generationen gesichert. Die Version auf der Briefmarke wurde 2023 von der liechtensteinischen Pop-Formation PEPS in zeitgemäßem poppigem Reggae-Feeling aufgenommen: Liechtensteinischer Dialekt in der heute gelebten Realität im Dialog mit der historisierenden Sprache von vor gut 100 Jahren.
Jedes Jahr erscheinen zahlreiche neue Briefmarken zum Thema Musik. Die Liste der Neuerscheinungen im Mitgliederbereich wird mehrmals pro Monat aktualisiert.
15.2.26: Albanien / Frankreich / Litauen
16.2.26: Dschibuti / Guinea / Sierra Leone
21.2.26: Aserbaidschan / Guinea
21.3.26: Frankreich / Guinea / Guinea-Bissau / Insel Man / Mongolei / Serbien / Suriname
6.4.26: Französisch Polynesien / Ukraine
12.4.26: Guinea
Elisabeth Gabriele Valérie Marie Herzogin in Bayern wurde am 25. Juli 1876 in Possenhofen am Starnberger See geboren. Als Gattin des Prinzen Albert von Belgien wurde sie mit dessen Thronbesteigung 1909 Königin von Belgien. Elisabeth war musikalisch sehr begabt. Sie spielte täglich Violine, wobei sie den Komponisten und Violinisten Eugène Ysaÿe (1858 – 1931) als Lehrer hatte.
Eugène Ysaÿe hatte die Idee für einen Wettbewerb für junge Musiker. Nach seinem Tod übernahm Elisabeth 1931 die Planung des Wettbewerbs, der 1937 unter dem Namen „Concours Eugène Ysaÿe“ erstmals ausgetragen wurde. Erster Preisträger war David Oistrach (1908-1974).
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Wettbewerb 1951 in „Concours Reine Elisabeth“ umbenannt. Der Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft der jeweiligen belgischen Königin stattfindet, ist heute einer der bedeutendsten internationalen Musikwettbewerbe. Er findet in einem vierjährigen Zyklus mit jährlich wechselnder Instrumentalklasse statt, seit 2025 in der Reihenfolge Violine, Klavier, Cello und Gesang.
Belgien 15.9.1937
Die aktuelle Briefmarke erinnert neben dem 75-jährigen Bestehen des „Concours Reine Elisabeth“ auch an den 150. Geburtstag der Königin, die am 23. November 1965 in Brüssel gestorben ist.
Das Video zeigt den ukrainischen Violinisten Dmytro Udovychenko (*1999), Gewinner des Wettbewerbs im Jahr 2024, und das Belgische Nationalorchester unter der Leitung von Antony Hermus mit dem Concerto Nr. 1 in a-Moll op. 77 von Dmitri Schostakowitsch.
Briefmarkensammler aus aller Welt sind eingeladen, die schönste Musikbriefmarke des Jahres 2025 zu wählen. Der Designer der siegreichen Briefmarke wird von der Motivgruppe Musik mit der Yehudi-Menuhin-Trophy 2026 ausgezeichnet.
Die Wahl läuft bis zum 31. Juli 2026.
Unter allen Teilnehmern wird ein philatelistisches Geschenk verlost.
Das Exponat „Der Ring des Nibelungen“ unseres spanischen Mitgliedes Luiz Arnaiz wurde von der PHILATEA-Jury als bestes Exponat mit dem PREMIO PHILATEA 2026 ausgezeichnet.
Der belgische Komponist Peter Leonardus Benoit wurde am 17. August 1834 in Harelbeke geboren. Er starb am 8. März 1901 in Antwerpen. Im März 2026 jährt sich sein Todestag zum 125. Mal.
Peter Benoit studierte von 1851 bis 1855 am Konservatorium in Brüssel. Schon während des Studiums komponierte er eine Reihe von Werken, darunter die Oper „Das Dorf in den Bergen“ für das Théâtre royal du Parc, dessen Dirigent er nach dem Studium wurde. 1857 wurde Benoit für seine Kantate „Le Meurtre d’Abel“ mit dem belgischen Prix de Rome ausgezeichnet. Der Preis ermöglichte ihm eine ausgedehnte Reise mit längeren Aufenthalten in Köln, Bonn, Leipzig, Dresden, Berlin und München.1861 wurde er Orchesterleiter an dem von Jaques Offenbach gegründeten Théâtre des Bouffes-Parisiens.
Belgien 1.6.1934
1867 berief man ihn zum Direktor der Flämischen Musikschule (Vlaamsche Muziekschool) in Antwerpen, wo er seine Idee zur Schaffung einer eigenständigen, von fremden Einflüssen unberührten flämischen Musiksprache weiterentwickelte. Benoit gilt damit als einer der ersten Vertreter der europäischen Strömung des musikalischen Nationalismus. Zu seinem kompositorischen Schaffen gehören vor allem Bühnenwerke, Kantaten, Oratorien und geistliche Werke.
Das Video zeigt die belgische Pianistin Emmy Wils (*1994) mit der Fantasie No. 3, Op. 18,
aus einer Reihe von vier Klavierwerken, die Peter Benoit um 1860 in Paris komponierte.
Die französisch-amerikanische Koloratur-
sopranistin Lily Pons (Alice Joséphine Pons) wurde am 12. April 1898 in Draguignan bei Cannes geboren. Sie starb vor 50 Jahren, am 13. Februar 1976 in Dallas, Texas.
Lily Pons studierte am Pariser Konservatorium zunächst Klavier und gewann im Alter von 15 Jahren den ersten Preis. Ermutigt von der Sopranistin Dyna Beumer begann sie 1925 ihr Gesangsstudium in Paris und New York. Ihr Operndebüt gab sie 1928 in Mulhouse in der Titelrolle von als Léo Delibes Oper „Lakmé“, die für ihre „Glöckchenarie“ bekannt ist.
Der italienische Tenor und Impresario Giovanni Zenatello entdeckte die Sängerin bei einem Opernauftritt in der französischen Provinz und schlug sie dem Generaldirektor der Metropolitan Opera in New York als Nachfolgerin der Koloratursopranistin Amelita Galli-Curci vor. Am 3. Januar 1931 gab Lily Pons an der Met ihr unangekündigtes, aber sehr erfolgreiches Debüt als Lucia in Donizettis „Lucia di Lammermoor“. Lily Pons blieb der Metropolitan Opera von 1931 bis 1960 verbunden.
In dieser Zeit trat sie dort fast 300-mal in 10 verschiedenen Rollen auf, vor allem als Lucia und Lakmé, als Gilda in Verdis „Rigoletto“ und als Rosina in Rossinis „Barbier von Sevilla“. Daneben hatte sie Auftritte als Gastkünstlerin an vielen großen Opernhäusern, trat bis 1973 auch als Konzertsängerin auf und machte zahlreiche Schallplattenaufnahmen. Seit den 1950er Jahren war sie ein gern gesehener Gast in Radio- und Fernseh-Shows, wo sie neben dem klassischen Repertoire auch populäre Musik präsentierte.
St. Vincent 5.11.1997
Das Video zeigt Lily Pons bei einem Konzertauftritt 1947 in der Carnegie Hall
mit der „Glöckchenarie“ aus der Oper „Lakmé“ von Léo Delibes.
Der deutsche Schriftsteller, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker und Maler Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann wurde am 24. Januar 1776 in Königsberg geboren. Er starb am 25. Juni 1822 in Berlin. Im Januar 2026 jährt sich sein Geburtstag zum 250. Mal.
Hoffmann, der seinen dritten Vornamen Wilhelm 1805 aus Verehrung gegenüber Mozart durch Amadeus ersetzte, gilt heute als eine treibende Kraft der Romantik.
Bis 1806 arbeitete der studierte Jurist als preußischer Beamter an verschiedenen Gerichten und lebte seine künstlerischen Leidenschaften nur in der Freizeit aus. Unter anderem engagierte er sich dabei beim Aufbau einer „Musikalischen Gesellschaft“ in Warschau und konnte als deren Dirigent auch eigene Werke aufführen. Während der Besatzung Warschaus durch die Franzosen ging er nach Berlin. 1808 war er kurzzeitig Kapellmeister und ab 1810 Direktionsgehilfe, Dramaturg und Dekorationsmaler am Bamberger Hoftheater. Daneben komponierte, schrieb und zeichnete er weiter. Er war als Musikkritiker Mitarbeiter der Allgemeinen Musikalischen Zeitung, verdiente sein Geld aber hauptsächlich als Musiklehrer.
1812 ging er als Theaterkapellmeister nach Dresden. Dort vollendete er 1814 seine Oper „Undine“, die 1816 in Berlin uraufgeführt wurde.
Ab 1815 stellten sich mit der Geschichten-Sammlung „Fantasiestücke in Callot’s Manier“ schließlich auch literarische Erfolge ein. Als E.T.A. Hoffmann 1822 in Berlin starb hinterließ er mehr als 50 Romane und Erzählungen, ein Dutzend Bühnenstücke und 20 Instrumental- und Gesangswerke. Viele seiner Werke wurden zu Vorlagen für andere Opern, Ballette, Filme und andere literarische Werke. Die bekanntesten Musikwerke auf Basis seiner Texte sind Offenbachs Oper „Hoffmanns Erzählungen“ und Tschaikowskis Ballett „Der Nussknacker“.
Kuba 15.6.1967
Das Video zeigt Ausschnitte des Balletts „Der Nussknacker“ aus einer aktuellen Produktion des Grand Classic Ballet.
Am 22. Dezember 2025 starb der britische Sänger, Komponist, Pianist und Gitarrist Christopher „Chris“ Anton Rea. Chris Rea wurde am 4. März 1951 in Middlesbrough geboren. Bekannt ist er vor allem für das Lied „Driving Home for Christmas“. Die Idee dazu kam ihm 1978, als er in der Vorweihnachtszeit in einem Verkehrsstau feststeckte. Der 1986 veröffentlichte Song hat sich in den 2000er Jahren zu einem modernen Weihnachtsklassiker entwickelt.