Kategorie: Briefmarken

Neue Briefmarken 2021

Jedes Jahr erscheinen mehr als 200 Briefmarken zum Thema Musik.Die Liste der Neuerscheinungen im Mitgliederbereich wird mehrmals pro Monat aktualisiert.
 


2.10.: Bangladesh / Grönland / Mexiko / Monaco / Myanmar / Österreich / Sao Tomé / Südkorea / Togo / Tschechische Republik
4.10.: Algerien
10.10.: Deutschland / Dschibuti / Irland / Kolumbien
16.10.: Aland / Alderney / Brasilien / Schweiz
23.10.: Armenien / Australien / China / Guatemala / Kanada / Nordmazedonien / Transnistrien / Weißrussland

Europa (Mitgliederbereich)  Übersee (Mitgliederbereich)
 
Geplante Ausgaben 2021

8 … 9 … 10 … fertig !



In unseren Briefmarkenalbem stecken so viele Themen und Geschichten, die nie ans Licht der Öffentlichkeit kommen…
… weil es zu wenig Material gibt um dazu ein Exponat zu gestalten,
… weil viel zu viele Sammler den Aufwand scheuen, ein Exponat aufzubauen oder
… weil man sich als Sammler nicht den strengen Regeln einer Jury unterordnen will.

Damit machen wir jetzt Schluß und zeigen, …
… dass man schon mit 10 Briefmarken eine Geschichte erzählen kann.
… dass dafür kein großer Aufwand notwendig ist und
… dass man auch ohne Regeln zeigen kann, was in unseren Alben steckt !

Und das Beste daran: es macht Spaß und Lust auf mehr !
Machen Sie mit …   8 …  9 …  10 …  fertig !
Der nächste Platz auf dieser Webseite ist für Ihre Geschichte reserviert.



St. Cecilia

Yme Woensdregt 

Women Writing Music

Yme Woensdregt 



Queen Elisabeth Music Chapel

Louis Op t’Eynde 

De Stemvork

Louis Op t’Eynde  




Marke des Monats: Oktober 2021

Georges Brassens

Der französische Dichter, Schriftsteller und Chansonnier Georges Brassens wurde am 22. Oktober 1921 in Sète geboren. Er starb am 29. Oktober 1981 in Saint-Gély-du-Fesc bei Montpellier. Im Oktober 2021 jährt sich sein Geburtstag zum 100. und sein Todestag zum 40. Mal.
 
George Brassens begann bereits im Alter von 14 Jahren Chansons zu schreiben. 1942 veröffentlichte er seine ersten Gedichte. Die bekannte Chanteuse Patachou war Anfang der 1950 Jahre die erste, die Brassens Chansons vortrug und die ihm in ihrem Pariser Cabaret die ersten öffentlichen Auftritte ermöglichte.

Frankreich 16.6.1990
Schon bald folgten die ersten Plattenaufnahmen. Obwohl Brassens während der 1950er- und 1960er-Jahre zu einem der populärsten und einflussreichsten Vertreter des französischen Chansons wurde, lebte er eher zurückgezogen und ohne jeden Starrummel. Neben eigenen Texten vertonte er auch zahlreiche Gedichte französischer Autoren aus mehreren Jahrhunderten. Sein einfacher Vortrag und die karge Instrumentierung (meist nur Gitarre und Bass) schufen dabei beim Publikum ein Gefühl der Intimität und Authentizität.
Bis heute wurden mehr als 30 Millionen CDs und LPs seiner Chansons verkauft. 1967 zeichnete wurde er von der Académie française mit dem Grand Prix de Poésie ausgezeichnet.
 

Das Video zeigt Georges Brassens mit seinem Chanson „La complainte des filles de joie“
(Die Klage der Jungfrauen) aus dem Jahr 1961.



Vor 50 Jahren …

Am 9. September 1971 erschien das Album „Imagine“ von John Lennon (1940-1980).
Der Titelsong ist bis heute eines seiner bekanntesten Lieder. Der Song war damals ein Statement gegen den Vietnam-Krieg, für viele ist er jedoch zu einer Art ultimative Friedenshymne und eine Ode an den Idealismus geworden.
„Stell Dir vor, es gäbe nichts mehr, wofür es sich lohnte Krieg zu führen…“

 

UNO New York 21.9.2021
 

 
Weitere Jubiläen …

In Memoriam: Mikis Theodorakis

Am 2. September 2021 starb der griechische Komponist, Schriftsteller und Politiker Mikis Theodorakis im Alter von 96 Jahren in Athen.

    

Mikis Theodorakis wurde am 29.7.1925 auf der Insel Chios geboren. Er studierte Musik in Athen und in Paris, unter anderem bei Olivier Messiaen. Während des Zweiten Weltkrieges war er in der Widerstandsbewegung politisch aktiv und wurde mehrfach inhaftiert. In den 1950er Jahren komponierte er vor allem Kammermusik, Ballettmusik, einige symphonische Werke und erste Filmmusiken. Weltweit bekannt wurde er 1964 durch seine Filmmusik zu „Alexis Sorbas“.
Von 1964 bis 1967 war Mikis Theodorakis Abgeordneter des griechischen Parlaments und wurde nach dem Militärputsch von 1967 erneut verhaftet. 1970 gelang ihm die Flucht ins Pariser Exil, von wo aus er zahlreiche Konzertreisen unternahm. Nach seiner Rückkehr nach Griechenland 1974 war er vor allem als Komponist und Dirigent tätig. Sein umfangreiches kompositorisches Schaffen umfasst mehr als 1000 Werke, darunter Sinfonien, Kantaten, Kirchenmusikwerke, Oratorien, Opern, Filmmusiken und zahlreiche Lieder.

Für seine Verdienste um die Musik erhielt er unter anderem den Sibelius-Preis (1963),die Goldmedaille für Filmmusik (London 1970) und den Socrates-Preis (Stockholm 1974). Für sein Engagement für Frieden und Völkerverständigung wurde Mikes Theodorakis 2005 mit dem IMC-UNESCO-Musikpreis.

Das Video zeigt die Anthony Quinn und Alan Bates in der berühmten Tanzszene aus dem Film „Alexis Sorbas“ von Michael Cacoyannis mit dem von Mikis Theodorakiskomponierten „Sirtaki“.



In Memoriam: Charlie Watts

Am 24. August 2021 starb im Alter von 80 Jahren in London der britische Musiker Charles Robert „Charlie“ Watts.

        

Charlie Watts wurde am 2. Juni 1941 in Bloomsbury geboren. Als Zehnjähriger entdeckte er seine Leidenschaft für amerikanischen Jazz und baute sich aus einem alten Banjo seine erste Trommel. Er spielte in verschiedenen Jugendbands und wurde im Januar 1963 Mitglied der Rolling Stones. Wegen seines trockenen, direkten Schlagzeugstils galt er als das rhythmische Fundament der Band und wurde 1989 mit den Rolling Stones in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Seit den 1980er Jahren war er auch mit einer eigenen Big Band sowie mit einer kleineren Jazz-Formation auf Tour.
Die Zeitschrift „Rolling Stone“ listete Charlie Watts 2016 auf Rang zwölf der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.

Das Video zeigt Charlie Watts bei einem Live-Konzert der Rolling Stones.


Marke des Monats: September 2021

Engelbert Humperdinck

Der deutsche Komponist Engelbert Humperdinck wurde am 1.9.1854 in Siegburg geboren. Er starb am 27. 9.1921 in Neustrelitz. Im September 2021 jährt sich sein Todestag zum 100. Mal.

Deutschland 9.9.2004
 

Engelbert Humperdinck erhielt schon sehr früh Klavierunterricht und begann mit 12 Jahren zu komponieren. Ab 1872 studierte er bei Ferdinand Hiller am Kölner Konservatorium. Der Mozart-Preis der Stadt Frankfurt (1876) ermöglichte ihm weitere Studien bei Franz Lachner und Josef Rheinberger in München. Auf einer Italienreise besuchte er Richard Wagner, der ihm anbot, bei der Uraufführung des „Parsifal“ mitzuarbeiten. Humperdinck nahm das Angebot an und arbeitete bis zu Wagners Tod 1833 eng mit ihm zusammen. Nach einer Anstellung als Kapellmeister in Köln und Lehraufträgen in Barcelona und Frankfurt gelang ihm 1893 mit der Oper „Hänsel und Gretel“ ein zunächst überraschender aber dauerhafter Erfolg, der es ihm ermöglichte, sich in der Folgezeit ganz dem Komponieren zu widmen.. Leider konnte jedoch keine seiner weiteren fünf Opern an den Erfolg von „Hänsel und Gretel“ anknüpfen. Im Dezember 1900 übersiedelte Humperdinck nach Berlin, wo er eine Meisterklasse für Komposition an der Musikhochschule übernahm und in enger Zusammenarbeit mit Max Reinhardt mehrere Schauspielmusiken für das Deutsche Theater komponierte.
 

Das Video zeigt die Schlussszene der Oper „Hänsel und Gretel“ mit Daniela Sindram (Hänsel), Ileana Tonca (Gretel) und dem Kinderchor der Opernschule der Wiener Staatsoper. Die Aufnahme stammt aus einer Direktübertragung des Fernsehsenders 3Sat aus dem Jahr 2016.

Yehudi Menuhin Trophy 2021 – Schönste Musikbriefmarke 2020

Der Gewinner: Manlio Napoli / Kroatische Post Mostar (Bosnien und Herzegowina)

   

„Mein Königreich liegt in der Luft…“ dieses Beethoven-Zitat steht auf dem Bogenrand der Sonderbriefmarken zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven, die am 16. Dezember 2020 von der Kroatischen Post in Mostar herausgegeben wurden. Beethovens tief verwurzelte Naturverbundenheit inspirierte den Designer, das bekannte Beethovenporträt von Joseph Karl Stieler ganz dezent mit einem Notenmotiv sowie mit einer Schwalbe und einem Rotkehlchen zu ergänzen, die dem Meister mit ihrem Gesang die Inspiration zu seiner Musik liefern.
 
Wie zu erwarten, bildeten die Ausgaben zum Beethoven-Jubiläum 2020 den Schwerpunkt der Neuerscheinungen zum Thema Musik und so ist es kein Wunder, dass bei der Wahl zur schönsten Musikmarke auf den ersten fünf Plätzen gleich drei Ausgaben mit einem Bild Beethovens zu finden sind. Den ersten Platz belegte dabei mit 176 Stimmen (6,05 %) die von Manlio Napoli gestaltete Ausgabe der Kroatischen Post in Mostar.
 
Manlio Napoli wurde 1972 in Palermo geboren. Nach seinem Literaturstudium arbeitete er in seiner Heimatstadt als Grafiker für verschiedene Agenturen. Seit 2006 lebt und arbeitet Napoli als Freelancer in Mostar (Bosnien und Herzegowina). 2013 gestaltete er mit der Ausgabe zum 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi seine erste Briefmarke für die Kroatische Post in Mostar. Die Ausgabe zum Beethoven-Jubiläum, für die er jetzt mit der Yehudi-Menuhin-Trophy 2021 ausgezeichnet wird, ist seine zehnte Briefmarke für diese Postverwaltung.
 
   

Zur Auswahl standen in diesem Jahr 66 Briefmarken von 51 Postverwaltungen. An der Wahl im Internet beteiligten sich Sammler aus 59 Ländern. Mit 155 Stimmen (5,33 %) belegte die erste Marke der neuen Serie „Musikland Österreich“ den zweiten Platz. Die von Kirsten Lubach gestaltete Briefmarke wurde am 18. März 2020 von der österreichischen Post herausgegeben.
Mit 148 Stimmen (5,09 %) findet sich auf dem dritten Platz eine weitere Ausgabe mit Josef Karl Stielers Beethoven-Porträt. Gestaltet wurde die Briefmarke, die am 4. März 2020 in Ungarn erschienen ist, von Orsolya Kara.
 
4. Platz
5. Platz
6. Platz

7. Platz
8. Platz
9. Platz
10. Platz

Hier finden Sie alle Kandidaten für die schönste Musikbriefmarke 2020

Marke des Monats: August 2021

Rafael Kubelik

Der tschechische Dirigent und Komponist Jeroným Rafael Kubelík wurde am 29. Juni 1914 auf dem böhmischen Schloss Horskyfeld in Býchory geboren. Er starb am 11. August 1996 in Kastanienbaum im Schweizer Kanton Luzern. Im August 2021 jährt sich sein Todestag zum 25. Mal.
 
Als Sohn des Geigers Jan Kubelík wurde Rafael Kubeliks musikalisches Talent schon früh gefördert. Er studierte am Konservatorium in Prag Violine, Dirigieren und Komposition und trat 1934 erstmals als Dirigent in Erscheinung. Von 1936 bis 1939 dirigierte er die Konzerte

Tschechische Republik 27.5.1998
des TschechischenPhilharmonischen Orchesters in Prag. Von 1939 bis 1941 war er Chefdirigent des Nationaltheaters in Brünn und wurde 1941 als Nachfolger von Václav Talich Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie. 1946 dirigierte er das Eröffnungskonzert des ersten Festivals „Prager Frühling“. Nach der Machtübernahme der Kommunisten verließ er 1948 die Tschechoslowakei. 1950 bis 1953 war Leiter des Chicago Symphony Orchestra und 1955 bis 1958 musikalischer Direktor der Covent Garden Opera in London. Nach einigen Konzerten mit den Wiener Philharmonikern war Rafael Kubelik von 1961 bis 1979 Chefdirigent das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, mit dem er zahlreiche Tourneen unternahm.
Kubelík galt vor allem als Spezialist für die Werke tschechische Komponisten und setzte mit seinen Interpretationen der Werke von Dvořák und Janáček Maßstäbe. Er setzte sich auch für das Werk von Gustav Mahler ein und begann in den 1960er Jahren als erster mit einer Gesamteinspielung von Mahlers Sinfonien. 1984 zog er sich vom Dirigieren zurück, dirigierte aber auf Wunsch des tschechischen Präsidenten Václav Havel beim Eröffnungskonzert des Prager Frühlings 1990 nochmals Bedřich Smetanas Sinfonische Dichtung „Mein Vaterland“.
Als Komponist wird Rafael Kubelik der Neo-Romantik zugerechnet. Er schuf eine Messe, Stabat mater, 3 Requiem-Vertonungen, 5 Opern, 3 Symphonien und einige weitere Orchesterwerke. Außerdem Violin- und Violoncello-Konzerte, Kammermusik und eine Reihe von Liedern.

 


Das Video zeigt Rafael Kubelik und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit Smetanas „Mein Vaterland“ (Ma vlast), aufgenommen am 3. Und 4. Mai 1984 im Herkulessaal der Münchner Residenz.